Blog: Unter uns

: Murphys Gesetzt oder doch Anti-Nobelpreis?

Ein Eintrag von Martin Behr

Es gibt Phänomene, die unseren Verstand austricksen. Murphy’s Gesetz ist so ein Phänomen (Alles, was schiefgehen kann, geht auch schief). Interessant: Die Entwicklung von Murphys Gesetz wurde sogar mit dem Anti-Nobelpreis ausgezeichnet. Damit werden wissenschaftliche Leistungen gewürdigt, die Menschen zuerst zum Lachen und dann zum Nachdenken bringen.

Auch ich habe so ein Phänomen beobachtet: Und zwar bei Frauen, die von einer Shopping-Tour kommen, die überraschenderweise erfolgreicher verlief als geplant. Kommt Frau nämlich mit Sack und Pack und einem Tütchen und noch einem Tütchen völlig geschafft vom Shoppen zurück, passiert was interessantes: Sie fangen dann an, ihren eigenen Einkauf proaktiv dem Partner und sich selbst gegenüber zu rechtfertigen.

„Ich weiß, eigentlich brauche ich sie nicht: Aber die Schuhe waren ein unglaubliches Schnäppchen. Es gab noch mal 20 Prozent auf den reduzierten Preis!“ Oder: „Solche Blümchen gibt es bei uns normalerweise gar nicht. Und schon gar nicht so günstig. Hätte ich sie nicht gekauft, hätte ich sie in dieser Variante nie wieder bekommen!“
Jegliches männerseitige Hinterfragen macht dann auch keinen Sinn. Denn die bereits beim Shoppen im Kopf zurechtgelegte Argumentationsstruktur der Frau ist derart stichhaltig, dass man sich die Zeit getrost schenken kann. Akzeptieren heißt das Mittel der Wahl.

Stellt sich nur die Frage: Trickst uns hier das Phänomen oder doch die Frau aus?
Und: Hab ich mit meiner These Chancen auf den Anti-Nobelpreis oder zieht hier doch eher Murphys Gesetz?
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Martin Behr
Martin Behr
Redaktion Waltrop

Jahrgang 1988. Seit 2008 freier Mitarbeiter, seit 2012 fest beim Medienhaus Bauer, nun in der Lokalredaktion seiner Heimatstadt Waltrop am Ball. Und dort bekommt er (fast) alles mit...

ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    10. April 2018, 15:10 Uhr
    Aktualisiert:
    10. April 2018, 16:43 Uhr
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