Sven Regener kann auch schön lesen. Foto: Britta Pedersen
Darin schildert er Beobachtungen aus der Alltags- und Medienwelt, die er erstmals in mehreren Blogs zwischen 2005 und 2010 veröffentlicht hatte. Die Jury meinte dazu: «Mit Selbstironie, schnoddriger Stimme und einem perfekten Sprachrhythmus verwandelt Regener seine Blogs in eine Performance ganz eigener Art. Stark!» Regener ist mit seiner Band Element of Crime auch als Musiker erfolgreich.
Wie der Verein Deutscher Hörbuchpreis in Köln mitteilte, wurde die Theaterschauspielerin Doris Wolters für ihre Lesung von Zsuzsa Bánks Roman «Die hellen Tage» als beste Interpretin ausgezeichnet. «Ein Juwel souveräner Sprachkunst», befand die Jury. In der Kategorie «Beste Fiktion» gewann das Hörspiel «Ruhe 1» von Paul Plamper, das er ursprünglich als Audio-Installation für das Museum Ludwig in Köln entwickelt hatte.
Den Preis für die beste Information bekommt eine mp3-Sammlung von Heiner-Müller-Aufnahmen, die den 1995 gestorbenen DDR-Dramatiker von einer eher unbekannten Seite zeigt. Die beste verlegerische Leistung wurde einem kleinen Verlag für ein Architektur-Feature von Moritz Holfelder zugesprochen. Das «besondere Hörbuch» ist diesmal eine Interpretation von Baudelaire-Texten: «Die künstlichen Paradiese».
Bekannt war bereits, dass der Schauspieler und Synchronsprecher Christian Brückner (68) den Hörbuchpreis für sein Lebenswerk erhält. Der Deutsche Hörbuchpreis wird in diesem Jahr zum zehnten Mal vergeben. Die Gala zur Verleihung ist 14. März in Köln und bildet zugleich den Auftakt zum Literaturfestival Lit.Cologne.
