Tag 3: 75 Jahre Marl und mein erster geschriebener Rückblick

15. Februar 2012 16:15

Uiuiui, bei mir überschlagen sich die Erfahrungen so richtig. Heute hat man mich mehr oder weniger mit Zahlen bombadiert.

Zuerst durfte ich heute zur Vorstellung des Films zum 75. Geburtstag der Stadt Marl in den i-Punkt mitfahren. Händeschütteln mit dem Bürgermeister und dem Produzenten mit inbegriffen. Schon mein dritter Außentermin, so langsam kriege ich schon ein bisschen Erfahrung, auch wenn natürlich alle drei Termine eher unterschiedlich waren. Aber das ist natürlich eher als Vorteil zu betrachten. Wenn ich schon nur zwei Wochen Zeit habe, möchte ich schließlich gerne alles mitnehmen, was geht und möglichst viele verschiedene Sachen anschauen und miterleben.

Danach schwirrte mir zwar ein bisschen der Kopf (75 Jahre in 65 Minuten, über 100 Stunden Rohmaterial ...Zahlen über Zahlen also) und das hatte ich eigentlich für den Höhepunkt des Tages gehalten – weil ja Außentermine schon etwas spannender sind, als in der Redaktion Meldungen zu bearbeiten (auch wenn das natürlich trotzdem Spaß macht). Aber es kam noch dicker für mich. Während ich friedlich vor mich hin arbeitete (wie ja schon erwähnt: Meldungen schreiben, Überschriften ausdenken und so weiter) wurde mir die Ehre zuteil, den 50-Jahre-Rückblick für die Donnerstagsausgabe zu schreiben. Da habe ich dann spontan zwar doch ein bisschen Muffe gekriegt (der Text steht ja immerhin auf der ersten Lokalseite, mit meinem Namen in einer Autorenzeile) Wenn ich das versaue, wissen alle, dass ich es war...). Aber nach gutem Zuspruch habe ich dann doch Mut gefasst und mich drangesetzt.

Das Faszinierende dabei ist natürlich, in der alten Ausgabe zu blättern, die so richtig schön vergilbt und antik aussieht. An so etwas habe ich ja meinen Spaß, muss ich zugeben. Außerdem ist es ja wirklich interessant, was vor 50 Jahren so alles passiert ist und vor allem, was die Leute interessiert hat. Im Endeffekt fiel mir das Schreiben dann allerdings auch deutlich leichter, als ich erwartet hatte. Mag auch an der freundlichen Unterstützung durch die Redakteure gelegen haben. Aber auf jeden Fall ist es toll, selbst mal etwas für die Zeitung geschrieben zu haben, und es macht ein kleines bisschen stolz, wenn dann auf einmal mein Name über einem Artikel steht.

Morgen ist Weiberfastnacht, was für mich als Faschingsmuffel eher unspannend sein dürfte, aber da gehe ich mal offen und vorurteilsfrei ran. Wird bestimmt auch ganz lustig werden und ist ja mal etwas anderes. 

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Alfonso Manrique Zuñiga ist 20 Jahre alt und verbringt derzeit ein Jahr in Peru. Der Waltroper berichtet in seinem Blog auf unserer Internetseite von seinen Erlebnissen vom anderen Ende der Welt.

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