Bunt verkleidet warteten alle um 11.11 Uhr auf den Bürgermeister, der als Pirat verkleidet nach einem kurzen aber neckischen Wortgefecht brav den goldenen Schlüssel herausrückte. Die folgende Feier war zwar nur für geladene Gäste, aber auch das tat der Stimmung keinen Abbruch. Selbst die kleine Verwirrung mit Helau (bei Sternbrugern und Länks de Biek) und Alaaf (bei der Colonia) wurde lachend behoben. Nachdem ich der Sternburger Tanzgarde zusehen, die letztjährigen Gewinner des Kostümwettbewerbs (zehn Damen in herrlichen Pflaumenkostümen) bewundern und dem singenden Prinzen zuhören durfte, bekam ich beim Abschied sogar eine Erinnerungsplakette an das Ereignis um den Hals gehängt.
Kaum in der Redaktion angekommen, tauchten aber die Sternburger auch schon am Zeitungshaus auf, um auch dieses zu stürmen - ganz überraschend natürlich. Sekt, andere Getränke und Gläser standen nur rein zufällig bereit.
Bei der folgenden Feier wurde ich weiter „behängt“. Neben dem blau-silbernen Sternburgerorden, der allen anwesenden Redakteure verliehen wurde, bekam ich auch noch einen kleinen runden Anstecker von dem lustigen Karnevalsverein an die Jacke gepinnt.
Und fertig war Rabea der Weihnachtsbaum, als ich dann auch noch ein kleines Blumensträußchen in die Hand gedrückt bekam. Sah bestimmt ganz lustig aus...
Als die Sternburger dann allerdings wieder davonzogen (auf zum nächsten Karnevalstermin), durfte ich mich zum zweiten Mal an einem 50-Jahre-Rückblick versuchen.
Wenn ich heute also nach Hause gehe, nehme ich eine ganze Menge schöne Andenken mit, die zur Krönung des Tages auch noch mit einem Plüsch-Panda als Andenken an mein Praktikum bei der Marler Zeitung aufgestockt wurde. Auch wenn ich ja zugegebener Maßen ein Karnevalsmuffel bin, war das heute doch ganz spaßig, das muss ich einräumen.
Jetzt bin ich natürlich gespannt, ob es in den nächsten Tagen weiter so aufregend und bunt wird.








