Vermutlich wissen nur sehr wenige Menschen, inwieweit die Politik dort engagiert war.
Stellung nehmen möchte ich daher nur zu dem Abschnitt in Ihrem zweiten Punkt, wo es heißt: „ Kein Leserbriefschreiber, kein Gemeindemitglied und kein Bürger aus Marl ist zu uns gekommen und hat mit uns diskutiert oder wollte unsere Meinung hören, als es noch etwas zu retten gab. Sie haben Recht: Es kam keiner.
Aber warum? Nun, es gab nicht viele Menschen, die von den Beschlüssen Kenntnis hatten.
Offenbar war es nicht erwünscht, dass diese von den Beschlüssen wussten. Ich vermute, dass auch Mitgliedern des Stadtpresbyteriums die Hände gebunden waren. Es existiert ja die Regel, keine Interna aus Sitzungen (z.B. Ratssitzungen, Schulkonferenzen etc.) weiterzugeben bevor es eine öffentliche Erklärung gibt.
Ich gehöre auch zu denen, die zwar gehört hatten, dass es zu Einschnitten, ja auch zu Schließungen von Einrichtungen kommen sollte; aber dass das Versöhnungszentrum geschlossen, verkauft oder abgerissen werden sollte, war mir nicht bekannt. Mit Sicherheit ging dies vielen Gemeindemitgliedern ebenfalls so. Vor diesem Hintergrund stimme ich Ihnen zu, dass es unfair ist, die Politik zu beschuldigen, sie habe nichts unternommen. Die Schuld sehe ich vielmehr dort, wo man nicht mit offenen Karten gespielt und rechtzeitig informiert hat. Ich hoffe aber auch, dass es noch gelingen kann, das Schlimmste, nämlich die Schließung des Versöhnungszentrums, abzuwenden.








