Haft- und Bewährungsstrafen für drei Provisions-Betrüger. Foto: Archiv
Doch nicht alle Punkte der Anklage ließen sich am Ende zweifelsfrei nachweisen. Waren am Anfang des Prozesses noch mindestens acht geschädigte Versicherer „im Spiel“, so beschränkt sich das aktuelle Urteil auf „nur“ noch zwei geschädigte Versicherungsgesellschaften. Die Betrugsgeschichte begann vor sechs Jahren. Damals gründete das Trio in Recklinghausen eine Aktiengesellschaft. Das erklärte Geschäftsziel: Die Firma sollte Nahrungsergänzungs-, Kosmetik- oder Wellness-Produkte testen. Der Firmensitz lag an der Tiroler Straße. Im Laufe der Zeit sollen die drei Männer immer hemmungsloser vorgegangen sein. Sie schlossen laut Urteil vergleichsweise hoch dotierte Rentenverträge (Monatsbeitrag 208 Euro) für geringverdienende Mitarbeiter ab.
Mit den erlangten Provisionen finanzierten sie anfangs noch Beiträge. Im Urteil war jedoch die Rede davon, dass Beträge von bis zu 80 000 Euro in die eigene Tasche gesteckt wurden. Die Urteile entsprechen exakt dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Hauptangeklagte hatte im Prozess zunächst lange geschwiegen und zuletzt doch noch ein Geständnis abgelegt.








