Wo bleibt die Rücksichtnahme?

29. Januar 2012 11:59

Leserbrief von Birgit Hammesfahr, Grullbad, zum Artikel „Sportler fürchten sich vor freilaufenden Hunden“ in der RZ vom 27. Januar

Schade, schade, dass sich wieder einmal Bürger über ignorante und uneinsichtige Hundehalter beschweren müssen! Aber das musste ja so kommen. Bei uns in der Familie ist das auch ein heiß diskutiertes Thema, da wir dort selber gerne und viel spazieren gegangen sind. Leider sehen wir uns gezwungen, diese Wege zu meiden, da ein entspanntes Spazierengehen nicht mehr möglich ist. Und das, obwohl (oder auch gerade deshalb) weil ich Halter eines sog. 40/20 Hundes („Großer Hund“ laut NRW-Hundegesetz, Anm. d. Red.) bin. Das alltägliche Bild: Hunde laufen frei, obwohl sie nicht abrufbar sind und teilweise aggressiv auf Artgenossen losgehen. Regelmäßig werden auch meine Eltern (ohne Hund) und meine Schwester mit Kinderwagen von freilaufenden Hunden bedrängt, angebellt oder angesprungen.

Unterschreitung der Individualdistanz nennt man sowas und das ist sowohl in der Menschen- als auch in der Hundewelt extrem unhöflich und frech. Kein Hund würde das von einem anderen, fremden Hund dulden. Darauf angesprochen, sie mögen ihre Hunde doch bitte anleinen oder abrufen, reagieren diese Hundeleute mit Unverständnis und den immer gleichen beliebten Sprüchen: Wahlweise: Der tut nix! Der will nur Spielen! Leinen sie ihren Hund doch auch ab! Wo bleibt da die Rücksichtnahme? Könnte es vielleicht einen Grund haben, dass mein Hund an der Leine ist? Wer sich nur ein bisschen mit Hunden auskennt, der weiß das Kontakt an der Leine in vielen Fällen zu Aggressionen führt. Deshalb leine ich meinen Hund aber nicht ab („Damit die das alleine regeln“), sondern verlange das der freilaufende Hund angeleint wird. Das ist aber in 99 Prozent der Fälle nicht möglich, da der Hund nicht abrufbar ist. Mein Hund genießt auch seinen Freilauf, aber dort wo er niemanden belästigt. Außerdem beschäftige ich mich mit meinem Hund im Freilauf sinnvoll und beuge so einer Verselbstständigung des Hundes vor. Ein Hund der nichts zu tun hat, sucht sich eine Aufgabe.  Ein Hund geht nicht einfach nur spazieren! Er sucht immer einen Sinn in dem, was er tut.

"Freilaufflächen keine Lösung"

Eine Lösung sind für mich eingezäunte Freilaufflächen nicht. Dort werden wieder andere Probleme geschürt. Dort geht es dann nach dem Motto: „Dann geh mal schön spielen“! Leider endet das viel zu oft mit Beißereien etc. Da die Besitzer sich nicht kümmern und lieber miteinander reden, statt sich um ihre Hunde zu kümmern. Mein Appell an alle Hundehalter: Werdet endlich zu solchen und HALTET eure Hunde an der Leine, wenn andere Personen/Hunde (angeleint) Euch entgegenkommen. Sonst kann das für unsere Hunde über kurz oder lang nur wieder negativ ausgehen. Mehr Restriktionen (siehe Landeshundegesetz) brauchen wir nicht, nur verantwortungsvollere Hundehalter!

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Der Peru-Blog

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Alfonso Manrique Zuñiga ist 20 Jahre alt und verbringt derzeit ein Jahr in Peru. Der Waltroper berichtet in seinem Blog auf unserer Internetseite von seinen Erlebnissen vom anderen Ende der Welt.

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