Denkmaltag in Waltrop: Feines zum Weiterempfehlen

Von Dagmar Hojtzyk am 11. September 2011 17:39

WALTROP. „Ohne Denkmäler wäre das Leben farbloser, ärmer“, sagt Stadthistoriker Reinhard Jäkel. Vor der Kulisse der romantischen Schlossruine Wilbringen eröffnete er Sonntag den Denkmaltag, der bundesweit begangen wird.

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Zum Denkmaltag mal als Untote: Mitglieder des Reitvereins Schloss Wilbringen im Bühnennebel. Foto: Dagmar Hojtzyk

Allein zehn geschichtsträchtige Orte bot Waltrop auf, an denen sich Besucher umschauen konnten. Die kamen zwar nicht in Scharen, aber doch reichlich und mit viel Wissbegierde. Zwei von ihnen waren Christa und Franz-Josef Weishaupt aus Datteln. Die beiden Hobbyradler kennen sich zwar in ihrer Umgebung aus, mussten aber am Stadtrand von Waltrop gestehen: „Wir wussten gar nicht, dass es so etwas hier gibt.“ Mit der Kombination aus Unterhaltung und Information fanden sie die Veranstaltung hervorragend. Christa Weishaupt: „Das ist ganz was Feines – zum Weiterempfehlen.“ Unbewusst pflichteten die Besucher damit Historiker Reinhard Jäkel bei. Er sprach sich grundsätzlich dafür aus, dass es den Bewohnern von Denkmälern leichter gemacht werden sollte, wenn sie sich für den Erhalt des Denkmals einsetzen. Sein Wunsch für Waltrop und Wilbringen: „Hieraus sollte man mehr machen.“ Die Ruine des Schlosses Wilbringen liegt auf dem Gelände der Reitanlage, die der Familie Bolcovac gehört. Bewohnt werden die Gebäude der Vorburg von der Familie und von Mietern. Farbe und Klang in die Eröffnungsveranstaltung brachten die Jagdhornbläsergruppe Waltrop und der Reitverein Schloss Wilbringen. Dessen Mitglieder hatten sich etwas ganz Besonderes ausgedacht, eine „Reise in die Welt von Transsilwilbringen“, ein heiteres Vampirspektakel in Anlehnung an „Twilight“. Einen Blick in die Geschichte des Stadtgutes Nierhof, gestattete auch Carlo Becker, dessen Familie seit rund 60 Jahren auf dem Fachwerkhof in Oberlippe lebt und arbeitet. Gut Nierhof, das in den 1330er-Jahren erstmals urkundlich erwähnt wurde, war Oberhof des Reichshofes Elmenhorst. Auch die anderen Stationen in Waltrop waren gut besucht. Und Stadtführer Hans Prost fand trotz Regens Mitfahrer für seine Radtour.

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