Schulentwicklungsplan: Gutachter empfiehlt auf Dauer zwei Schulen

Von Thomas König am 19. Dezember 2011 17:30

WALTROP. Es ist ein harter Schnitt, den Schul-Gutachter Dr. Ernst Rösner Waltrop nahe legt: Aus verschiedenen Gründen hält er es für sinnvoll, langfristig mit dem Gymnasium und der Gesamtschule nur noch zwei weiterführende Schulen am Ort zu behalten. Leidtragende wäre die Realschule – eine laut Rösner gewollte, akzeptierte und mit künftig drei Zügen auch gesicherte Schule.

links
1/1
rechts

In Deutschland herrscht ein deutliches Bildungsgefälle. Archivfoto: Julian Stratenschulte

Er verkenne keinesfalls die Tragweite dieser Option, die in der Politik und in der Realschule „als Zumutung empfunden werden kann“. Gleichwohl rate er, diesen Vorschlag sorgfältig zu prüfen, schreibt Dr. Rösner in seiner Analyse zur Waltroper Schulentwicklung bis 2020/2021.

Die hatte die Stadt in Auftrag gegeben, um eine fachliche Beurteilung und Vorschläge für den neuen Schulentwicklungsplan in die Hand zu bekommen. Dezernent Gottfried Oelenberg hat den Entwurf des Gutachtens jetzt den Ratsfraktionen und den Schulleitern zur Verfügung gestellt. Die abschließende Fassung werde bis zum Schulausschuss am Dienstag, 31. Januar, vorliegen.

Die gute Nachricht der Untersuchung: Die Stadt steht nicht unter Zugzwang. Kurzfristige, dringende Änderungen am Schulsystem sind nicht notwendig. Die Stadt als Schulträger könne zunächst alle drei Schulen unverändert weiterführen und erst im akuten Bedarfsfall reagieren. Der Nachteil: Dann würden weiterhin mit einer sechszügigen Gesamtschule überwiegend für auswärtige Schüler aus Dortmund und Lünen hohe Kosten entstehen. Selbst wenn man die Gesamtschule auf vier Züge verkleinere, würden noch Kinder von Auswärts benötigt. Bei sinkenden Schülerzahlen und neuen Schulformen in den Nachbarstädten, werde es allerdings nicht leichter, diese Kinder auch nach Waltrop zu bekommen. Im Grunde ist die Gesamtschule laut Rösner am Waltroper Bedarf gemessen zu groß und zu teuer.

Beim Gymnasium ermittelt der Schulexperte eine im Landesvergleich überraschend schlechte Nachfrage und eine hohe Quote von vorzeitigen Schulabgängern. Das Gymnasium schaffe es nicht, sich als attraktive, die Kinder fördernde Schule darzustellen. Rösner stellt das Gymnasium nicht in Frage, es brauche aber innere Veränderungen, um attraktiver zu werden.Problemlos läuft es laut Rösners Analyse offenbar nur in der Realschule: Eine über dem Landesdurchschnitt liegende Anmeldequote verweise auf „gesicherte Akzeptanz in der Elternschaft“. Die Schülerzahlprognose zeige, dass sich die Realschule zu einem dreizügigen System entwickeln werde und damit ein „gesicherter Bestandteil der kommunalen Bildungslandschaft“ sein könne.

Und trotzdem rät Rösner dazu, die Realschule aufzugeben: Drei weiterführende Schulen in Waltrop sind für ihn „mittelfristig kaum vorstellbar“. Er schlägt vor, neben dem Gymnasium die Realschule zunächst als Teilstandort der Gesamtschule umzuwandeln und später beide Schulen im Gebäude an der Brockenscheidter Straße zusammenzuführen.

Anzeigen

Der Peru-Blog

Alfonso Manrique Zuñiga

Alfonso Manrique Zuñiga ist 20 Jahre alt und verbringt derzeit ein Jahr in Peru. Der Waltroper berichtet in seinem Blog auf unserer Internetseite von seinen Erlebnissen vom anderen Ende der Welt.

Bildergalerien

Brand an der Eichenstraße

Mit allen drei Löschzügen musste die Feuerwehr am Freitagnachmittag zu einem Wohnungsbrand an der Eichenstraße ausrücken.

wzl_ToT_Feuerwehr

Feuerwehr lädt ein

Die Feuerwehr lud zum Tag der offenen Tür. Bei strahlendem Wetter wurde daraus ein richtiges Volksfest.

Tanzshow in der Stadthalle

Rund 140 Tänzerinnen und Tänzer begeisterten in der Stadthalle.

Schiffsmodellbauclub

Der Schiffsmodellbauclub ließ seine Boote zu Wasser - und wir waren mit der Kamera dabei.

Museumsfest

Beim Museumsfest am Schiffshebewerk gab es viele Attraktionen zu bestaunen.

Meistgelesen: Waltrop

Feuerwehr-Einsatz
1

Unbekannte zündeln an der VHS

Feuerwehr Blaulicht

Zu einem Schwelbrand musste die Freiwillige Feuerwehr am frühen Sonntagnachmittag zum Parkplatz an der VHS ausrücken. mehr...

Ticker-Nachlese
2

Lebenszeichen im Abstiegskampf: VfB gewinnt

Live-Ticker

Durch eine couragierte Vorstellung in Weitmar fährt der VfB einen wichtigen Dreier im Kampf um den Abstieg ein. Nachdem die Partie trotz zahlreicher Gelegenheiten lange Zeit torlos blieb, gelang dem VfB in der 70. Minute schließlich der Führungstreffer durch Christian Konzok. Hier gibt's den kompletten Ticker zum nachlesen. mehr...

Teutonia SuS verliert mit 2:4
3

Beckmann pfeift den Schiri zurück

Ein 5:5 hätte es werden können. Ein Endstand von 6:6 war allemal möglich. Doch nichts dergleichen: Teutonia SuS Waltrop verlor das Landesliga-Duell im Sportzentrum Nord am Sonntagnachmittag gegen Schwarz-Weiß Eppendorf mit 2:4. Und das möglicherweise auch, weil sich Nick Beckmann in der 48. Spielminute als wahrer Sportsmann zeigte. mehr...

Teutonias Reserve dreht nach der Pause auf
4

Die Zweite macht's zweistellig - 10:2

Das Endergebnis täuscht ein wenig. Denn der 10:2 (1:1)-Kantersieg der Reserve von Teutonia SuS bei der Spvgg. BW Post wurde erst durch eine gehörige Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel möglich. mehr...

Schüler hatte Atemnot
5

Rettungshubschrauber im Einsatz

Wegen einer Pollenallergie hat am Montag Mittag ein THG-Schüler Atemnot erlitten. Die Lehrer riefen den Rettungsdienst. Weil aber zu diesem Zeitpunkt sowohl der Waltroper als auch der Dattelner Notarzt im Einsatz war, landete der Rettungshubschrauber "Christoph 8" mit Notarzt am THG. mehr...

Lade TED
 
Ted wird geladen, bitte warten...
 


Blog von Robert Klose

Robert Klose

Sie verstehen Spaß? Gut. Sie mögen schwarzen Humor? Besser. Sie können über sich selbst lachen? Optimal! Dann fühlen Sie sich bei mir bestimmt wie zu Hause. Ich bin Robert Klose, 53 Jahre alt, Redakteur, immer zu Seitenhieben aufgelegt. Los geht's.

Blog von Jörg Müller

Jörg Müller

Neues Jahr - neues Glück. Das gilt für mich weiterhin fürs Abnehmen. Mein Name ist Jörg Müller, ich bin 49 Jahre alt - und ich will (noch) schlanker werden!

Blog von Tamina Urbaniak

Urbaniak

Das Internet ist für mich das, was dem Fisch sein Wasser, dem Stim sein Berg und der Zeitung ihre Buchstaben sind. Ich heiße Tamina Urbaniak (37), und ich notiere hier regelmäßig für Sie, was mir Be- oder Aufmerkenswertes begegnet.

Ihre Zeitung bei Facebook

Unsere Serien im Überblick

Sie haben den Teil einer Serie aus unserer Zeitung verpasst? Kein Problem! In unserem Online-Archiv finden Sie alle aktuellen und bisherigen Artikel aus unseren Themen-Serien.