Die Landjugend nach der Pyjamaball-Nacht. Foto: Ertmer
Zu diesem Zeitpunkt hatten er und seine Freunde von der Katholischen Landjugend schon um die 25 Arbeitsstunden ohne Schlaf hinter sich. Die Nacht über hielten sich die vielen Helfer mit Kaffee wach. Kakao und Suppe aus dem Versorgungswagen halfen gegen die Kälte.
Die Bilanz der langen Partynacht, die gegen 4 Uhr morgens wie geplant endete: „Es waren rund 4 000 Menschen zum Feiern hier – und die Stimmung war wieder mal richtig gut“, so Daniel Sißmann. Das lag auch daran, dass Polizei und Sicherheitsdienst bei kleineren Streitereien frühzeitig einschritten. Auch Feuerwehr, Notarzt und DRK erlebten eine ruhige Nacht. Erst am frühen Morgen gab es eine Notsituation: Eine 18-jährige Frau aus Schmallenberg im Sauerland stand nach einem Streit mit ihrem Freund plötzlich ohne Übernachtungsmöglichkeit da. Zudem machte sie einen verwirrten Eindruck. Sie wandte sich ans DRK: „Es gab aber keinen medizinischen Grund, sie ins Krankenhaus zu bringen“, so Einsatzleiter Peter Rosa.
Ein Test auf Drogen oder K.O.-Tropfen war zudem negativ verlaufen. Zwei Stunden lang durfte sich die junge Frau anschließend im Foyer der Stadthalle ausschlafen. In der Zwischenzeit versuchten Polizei und DRK, die Eltern zu erreichen – zunächst ohne Erfolg: „Und mal eben nach Schmallenberg zu fahren, kann man bei glatten Straßen auch nicht verlangen“, so Rosa. Am Ende ging aber auch diese Episode des Pyjamaballs 2012 gut aus: Die Rotkreuz-Helferin Alina Botting (18) bewies ein großes Herz, nahm die 18-Jährige aus dem Sauerland erstmal mit zu sich nach Hause. Am Morgen wurde sie in einen Zug gesetzt und konnte so einigermaßen ausgeruht nach Hause fahren.








