Anfang der Woche trainierten die F-Junioren von Teutonia SuS Waltrop noch auf dem Platz. Jetzt freuen sie sich auf die warme Halle. Foto: Hilgers
Sein Verein genießt derzeit den ersten Winter, in dem er auf einem Kunstrasenplatz trainieren und spielen kann. „Daher hätten bei uns auch die Spiele stattfinden können. Aber unser Ascheplatz ist auch gesperrt.“
Letztlich kommt die Absage des Spieltages der Jugendabteilung ganz gut gelegen. Schließlich richtet der Verein alleine Samstag und Sonntag vier Hallenturniere aus. „Und wenn jetzt nicht noch Schnee oder Eis auf den Platz kommt, führen wir unsere Testspiele auch durch“, sagt Gördes.
Die A-Junioren trotzten unter der Woche der Kälte, während die jüngsten Nachwuchskicker die Chance haben, in die Halle auszuweichen. „Daher gibt es bei uns wegen der Kälte keinerlei Beeinträchtigungen“, sagt Gördes. Ihm selber, der zumindest im Altherrenbereich kickte, machte die Kälte nie großartig was aus. „Man muss sich einfach entsprechend anziehen – mit Mütze, Anzug und dicker Jacke. Dann macht’s sogar richtig Spaß. Doch eines ist am wichtigsten: Das Training muss so umgestellt sein, dass man möglichst immer in Bewegung ist“, sagt Gördes.
Was auch für sein Pendant beim VfB Waltrop, Thomas Breimann, das A und O ist. „Das hat man erst vergangenen Sonntag beim Pokalspiel der A-Jugend gesehen: Marls Torwart hatte lange Zeit nichts zu tun, bekam dann aber einen Freistoß drauf. Der Junge hatte bestimmt so eingefrorene Finger, dass er den Ball gar nicht halten konnte“, spricht Breimann, der einst selber im Tor stand und weiß, dass Finger und Zehenspitzen besonders schnell einfrieren, aus eigener Erfahrung. Ohnehin sind für ihn die Ersatzspieler und die Torleute am ärmsten dran, wenn das Thermometer deutlich unter die Null-Grad-Marke fällt.
Was Breimann am Sonntag beim Pokalendspiel, das die A-Junioren seines Vereins gewannen, nicht verstand: „Dass der Schiedsrichter in der langen Verletzungspause, die kurz vor der Halbzeit entstand, die Spieler nicht in die Kabine schickte. Die waren doch geschwitzt und standen dann viele Minuten in diesem eisigen Wind.“ Seinen Angaben zufolge hatte der Schiedsrichter die Befürchtung, dass Einspruch hätte eingelegt werden können, wenn er die Spieler zwei, drei Minuten zu früh in die Wärme geschickt hätte.
Gestern hatte es rund am Hirschkamp, der Trainingsstätte des VfB, Irritationen gegeben, weil dort das Schild mit der Aufschrift „Training fällt aus“ stand. „Dem ist aber nicht so. Es wird trainiert. Und wir werden von Fall zur Fall entscheiden, ob die Testspiele stattfinden werden. Denn es hängt davon ab, ob es – so wie angekündigt – noch schneien wird. Denn wenn es dann glatt wird, muss auch unser Platz gesperrt werden“, so Breimann.








