Fußball: Wer von jetzt an beim VfB zu spät kommt, der muss singen

Von Klaus Karickas am 04. Februar 2012 16:34

WALTROP. Auch wenn es draußen frostig war – von Eiseskälte war im Besprechungsraum des Hirschkampstadions nichts zu spüren, als mit Frank Schulz der neue Trainer des Fußball-Landesligisten VfB Waltrop vorgestellt wurde.

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Der verletzte Kapitän Dennis Lauth (M.) begrüßte stellvertretend für die Mannschaft den neuen Trainer Frank Schulz. Links: der ebenfalls verletzte Niklas Neumann. Foto: Klaus Karickas

Ganz im Gegenteil: Im Beisein des Vorstandes um den 1. Vorsitzenden Willi Hedtrich hatte der neue Übungsleiter schnell den Kontakt zu seinem neuen Team gefunden. „Eigentlich müsste ich mitten unter Euch sitzen, denn ich bin auch ein Teil der Mannschaft und denke wie ein Spieler“, stellte der 50-Jährige klar. Allerdings stellte der neue Coach auch klar, dass er Erwartungen hat.
So erwartet Schulz „eine Supereinstellung“. „Auch wenn ich eine Viertelstunde vor Schluss mit 0:3 hinten liege, will ich immer noch versuchen, einen Sieg zu landen“, machte Schulz klar, welchen Einsatz er von den Spielern erwartet. Und dennoch soll der Spaß im Vordergrund stehen. „Nur wenn man Spaß hat, kann man auch erfolgreich sein“, meinte Schulz bei seiner Antrittsrede. Und mit Spaß wird künftig auch jede Trainingseinheit beendet werden.
„Ab sofort wird es zum Abschluss das Eselschießen geben“, kündigte Schulz an. Das heißt, das von der Strafraumgrenze aufs Tor geschossen wird und wer als Letzter trifft, der muss das „Eselstrikot“, das Klaus Matzner besorgt hat, tragen und ist für die Aufräumarbeiten zuständig.
„Das hat bei meinen bisherigen Vereinen immer für viel Spaß gesorgt“, berichtet Schulz.
Aber auch Disziplin fordert er. So muss derjenige, der zu spät zum Training oder Treffpunkt kommt, im Kreise der Mannschaft ein Lied singen. Damit waren nach Ansicht des neuen Trainers genug Worte gewechselt und da es aus den Reihen der fast vollständig versammelten Mannschaft keine Fragen mehr gab, forderte der Trainer auf:
„Nun sollten wir es als Mannschaft angehen und mit Spaß sowie Leidenschaft. Schließlich haben wir ein Ziel, denn wir wollen den Klassenverbleib in der Landesliga schaffen.“
Dann wurde es doch noch eisig, denn auf dem gefrorenen Rasen des Hirschkamp stand die erste Einheit auf dem Programm. Und bis zum Start der Meisterschaft am 18. März gibt es insgesamt sieben Testspiele.
Zum Auftakt wird am kommenden Sonntag um 14.30 Uhr der SC Hassel im Hirschkampstadion zu Gast sein. 

Sport-Blog von Olaf Krimpmann

Olaf Krimpmann

Ballaballa? Muss man nicht sein, um über Sport zu philosophieren. Manchmal hilft’s allerdings schon. Sportredakteur Olaf Krimpmann (41) jedenfalls liebt den Sport. So sehr, dass er sich sogar freiwillig in die Hallen und auf die Plätze bewegt. Dass dort nicht nur der Ball rund ist, sei schon jetzt verraten. Mehr zum Thema Bälle – große wie kleine – und Sport in all seiner Pracht gibt’s jedenfalls hier.

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