Frei improvisiert ist die Musik von »Huntsville«. Foto: Christoph Giese
Ein verlorener, schwingender Gitarrenakkord, leise, repetitive, gepresste E-Basstöne, dazu ein elektronisch zum Flirren gebrachtes Schlagzeug-Becken – so beginnen „Huntsville“ ihren erst zweiten Auftritt in Deutschland überhaupt.
Die Musik der drei Norweger ist frei improvisiert, mitunter auf einer Basis von gesampelten Sounds und Rhythmen. Langsam schichten Ivar Grydeland, Tonny Kluf-ten und Ingar Zach Klänge und Beats übereinander, lassen dabei immer wieder Einflüsse von Americana in ihre experimentellen Klangcollagen einfließen.
Dumpfe, dröhnende Klänge, ein ewig weitergeführtes, sich aber weiterentwickelndes Klangmuster, auch mal mit unterlegten, schnellen Beats – daraus bauen „Huntsville“ im „domicil“ eine nie stoppende, sehr atmosphärische Musik, die in ihren besten Momenten eine regelrechte Sogwirkung erzeugt – so man sich als Zuhörer auf den außergewöhnlichen Klangkosmos der drei Soundtüftler aus Oslo einlässt.
Tipp: CD-Tipp: Huntsville „For Flowers, Cars and Merry Wars“ (Hubro/SunnyMoon)
