Der Traum vom Eigenheim – Das Musterhaus als echte Alternative

Viele Menschen träumen vom eigenen Haus, das sie komplett nach ihren eigenen Vorstellung erbaut haben. Doch Finanzierung, Planung und Umsetzung können ungeahnte Risiken und Probleme mit sich bringen.

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  • Bildquelle: © Robert Kneschke – Fotolia.com

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Der Katalog von Themen, mit denen es sich vor, während und nach der Umsetzung des Projekts zu beschäftigen gilt, ist umfangreich. Was darf das  Vorhaben kosten? Wie viel Zeit ist zu investieren? Welche Firmen sind die richtigen, um eine Partnerschaft einzugehen? Wie soll die Energieeffizienz gewährleistet werden? Sind all diese Fragen geklärt, kommen noch unkalkulierbare Faktoren hinzu: Was, wenn die ursprüngliche Planung nicht funktioniert und die Kosten explodieren? Besonders die nötige Zusammenarbeit mit verschiedensten Betrieben, die sich womöglich nicht oder schlecht koordinieren, kann dem Bauherrn schlaflose Nächte bereiten.

Eine Reduktion vieler dieser Probleme ist dann möglich, wenn die Aufgaben in einer Hand liegen, so zum Beispiel, wenn man sich für den Bau eines Fertighauses entscheidet. Diese Möglichkeit hat viele Vorteile. So sind bereits bei Vertragsabschluss alle Leistungen und Kosten klar benannt – Voraussetzung dafür ist natürlich eine hohe Beratungskompetenz seitens des Anbieters.  In den Köpfen vieler Menschen, die sich ein Eigenheim wünschen, spukt allerdings das Bild vom immer gleichen Haus herum, das sie nicht an eigene Bedürfnisse anpassen können. Doch diese Vorstellungen entsprechen nicht der Wirklichkeit: Die Bandbreite der Variationen ist groß: Von Bungalows über Einfamilienhäuser bis hin zu Bauten für mehrere Familien ist alles vorstellbar. Darüber hinaus sind die verschiedenen Häuser auch innen nicht standardisiert. Die Auswahl der Ausstattung Dachpfannen, Türklinken und Badarmaturen hängt allein vom Geschmack und Geldbeutel der Kunden ab.

Modern bauen für die Zukunft

Egal, für welche Variante sich Interessierte entscheiden: Das Heizen verbraucht in einem durchschnittlichen Privathaushalt etwa 75 Prozent der Gesamtenergie. Um also Kosten für die Zukunft einzusparen, lohnt es sich, auch beim Fertighausbau auf eine gute Wärmedämmung zu setzen. Diese schlägt natürlich ihrerseits mit einem relativ hohen Kostenaufwand zu Buche, spart aber auf Jahre Geld.

Nicht nur das Verhindern des Verlustes von Wärme, auch das Heizen an sich ist ein wichtiges Thema. Ob man Niedrigenergieheizungen, Wärmepumpen oder Kombigeräte verwendet – entscheidend ist, die ständigen gesetzlichen Verschärfungen im Hinterkopf zu behalten und auf eine nachhaltige und ökonomisch wie ökologisch rentable Lösung zu setzen. Die Energieeinsparverordnung (ENEV) ist hier ein wichtiger Stichwortgeber. Die Ausweitungen der Regelungen in den Jahren 2004, 2007 und 2009 zeigen, dass es sich lohnt, sich bei diesen Themen nicht am niedrigsten Preis zu orientieren, sonst können hinterher sehr hohe Kosten anfallen. Wer Energie nicht nur beziehen, sondern am liebsten selbst erzeugen will, kann bei Musterhäusern oft gleich seine eigene Photovoltaik-Anlage dazu ordern- wie die Dämmung nicht nur ein Beitrag zur Umwelt, sondern das eigene Portemonnaie entlasten.
 
Aller Notwendigkeit zu Einsparungen bei der Energie zum Trotz sollte die Installation einer guten Technik für die Be- und Entlüftung nicht zu kurz kommen, damit die Raumluft ohne Wärmeverlust angenehm und gut atembar bleibt. Es gibt sowohl zentrale als auch dezentrale Zu- und Abluftanlagen, die als Lüftungssysteme zum Einsatz kommen können. Unter der Berücksichtigung der Tatsache, dass in Innenräumen die Schadstoffdichte oft rund zehn Mal höher liegt als in der Außenluft, gewinnen diese Systeme einige Bedeutung. Eine intelligente Lüftung hat auch gesundheitliche Vorteile: Insbesondere Allergiker dürften sich freuen, wenn der nächste Frühling dank der Filterung von Pollen durch die Anlagen erträglicher ausfällt. Besonders durch die starken Dämmungen moderner Häuser ist ein Schimmelpilzbefall möglich, eine hohe Luftfeuchtigkeit kann darüber hinaus zu einer Hausstauballergie führen. Milben fühlen sich nämlich besonders in Möbeln mit Polstern oder Matratzen aller Art wohl und führen nicht selten zum Auftreten einer solchen Allergie.

Smart bauen, wohnen, leben

Die Haustechnik, die Hersteller heute anbieten, ermöglicht zahlreiche Funktionen, die vor nicht allzu vielen Jahren nicht einmal vorstellbar gewesen wären. Smart Home-Systeme ermöglichen nicht nur die Steuerung von Licht, Haustür oder Garagentor oder die Regulation der Heizung auf Knopfdruck, sondern bieten durch eine simulierte Anwesenheitsdemonstration gleich noch mehr Sicherheit. So ist es möglich, durch das Schließen oder Öffnen der Rollläden und angeschaltetem Licht oder dem angeschalteten Fernseher möglichen Einbrechern die eigene Anwesenheit vorzutäuschen, während man diese Funktionen bequem aus der Ferne per Smartphone regelt.

Nachhaltigkeit- Kein Selbstzweck

Viele Hersteller von Fertig- und Musterhäusern achten mittlerweile in Zeiten der globalen Erwärmung darauf, nicht einfach nur kurzlebige und billige Baustoffe zu verwenden. Stattdessen entscheiden sich viele Firmen für Holz als nachwachsenden Rohstoff. Neben seinen hervorragenden ökologischen Eigenschaften bietet Holz noch weitere große Vorteile, so bietet es nicht nur ein hohes Maß an Wohnlich- und Gemütlichkeit, sondern überzeugt auch durch seine schlechte Wärmeleitfähigkeit. Dies ist ebenfalls mit Blick auf die bereits angesprochene Dämmung des Hauses nützlich. Die Wiederverwendbarkeit des Materials und seine große Anwendungsvielfalt tun ihr Übriges, um es als erste Wahl zu qualifizieren.

Stressfrei und intelligent

Insgesamt bieten Fertighäuser also eine gute Alternative zum Bauen in völliger Eigenregie. Die Möglichkeiten einer Wunschgestaltung sind zahllos, die Planung eines intelligenten, nachhaltigen und kosteneffizienten Eigenheims wesentlich einfacher möglich. Wer sich für einen Neubau entscheidet, sollte die Wahl eines Fertighauses auf jeden Fall in Erwägung ziehen.
 



ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    16. Mai 2017, 17:00 Uhr
    Aktualisiert:
    16. Mai 2017, 17:02 Uhr