Schalke-Torwart: Fährmann spürt keinen Druck von Nübel

BENIDORM Schalke-Keeper Ralf Fährmann spricht im Trainingslager über den Konkurrenzkampf mit Ersatztorwart Alexander Nübel – und vertritt eine klare Meinung.

  • Trainingslager FC Schalke 04

    Schalkes Torhüter Ralf Fährmann. Foto: Tim Rehbein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit Foto: Tim Rehbein (dpa)

Generell sei er froh, dass ein neues Jahr begonnen habe. „Es ist ganz gut, dass wir das Buch 2018 schließen konnten und jetzt das neue Buch 2019 aufschlagen“, sagt Ralf Fährmann. Auch mit seiner eigenen Leistung in der Hinrunde zeigte er sich nicht zufrieden. „Ich habe Fehler gemacht, wie alle anderen auch. Diese Fehler müssen wir einfach abstellen.“

Ein Thema, das Ralf Fährmann allerdings auch im Jahr 2019 beschäftigen wird, ist der Konkurrenzkampf im Schalker Tor. Lange Zeit war Fährmanns Position als Nummer eins zementiert und die anderen beiden Keeper im Team hatten ihre festen Rollen: Alexander Nübel war der junge Nachwuchsmann, der von der Nummer eins lernen sollte, Michael Langer der erfahrene Backup.

Fährmann sagt Nübel große Karriere voraus

Das hat sich inzwischen geändert: Als Fährmann sich im Herbst verletzte und für mehrere Partien ganz ausfiel, übernahm Nübel und machte seinen Job ordentlich — gegen Ende der Hinrunde, in den Spielen gegen Augsburg und Leverkusen, patzte Fährmann mehrfach. Plötzlich schien es denkbar, dass es einen Wechsel auf der Torwartposition geben könne - auch, wenn Tedesco davon zumindest offiziell nichts wissen wollte.
Ralf Fährmann selbst sieht keine neue Situation - das Verhältnis zu seinen beiden Torwart-Kollegen im Allgemeinen und Alexander Nübel im Besonderen habe sich nicht verändert. „Wir trainieren immer noch zu dritt“, so der Keeper und lobt seinen Stellvertreter: „Ich habe immer gesagt, dass Alex eine Super-Karriere hinlegen wird.“

Unter Druck gesetzt fühle er sich deswegen aber nicht. „Ich mache mir eher Druck, den Verein voranzubringen“, sagt er. Ob Alexander Nübel das auch so entspannt sieht, ist eine andere Frage. Zuletzt hatte sich der U21-Nationalkeeper zunehmend kritisch mit seiner Rolle als Ersatzmann gezeigt - sollte es Schalke nicht gelingen, dem 22-Jährigen eine ernsthafte Perspektive aufzuzeigen, droht ein Abschied des Talents.

In eineinhalb Wochen beginnt die Rückrunde, für Schalke geht es los mit einem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg. Die Hinrunde begann bekanntlich mit fünf Niederlagen am Stück - einen ähnlichen Katastrophenstart will Schalke um jeden Preis vermeiden. „Gefühlt ist jedes Spiel ein Stück weit wie ein Endspiel“, so Fährmann, „und jedes Unentschieden ist eine gefühlte Niederlage. Fakt ist: Die ersten drei Spiele - gegen Wolfsburg, Berlin und Mönchengladbach - sind sehr wegweisend.“
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