Dachstuhlbrand an der Böckenheckstraße: Zwei Häuser unbewohnbar

MECKINGHOVEN Großeinsatz für Dattelns Feuerwehr am Mittwochmorgen an der Böckenheckstraße 49: Um 10.42 Uhr rückten die Einsatzkräfte zu einem Dachstuhlbrand aus. Vorläufige Bilanz: Zwei Bewohner wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht, zwei Häuser sind nicht mehr bewohnbar, das Haus Nummer 49 ist sogar einsturzgefährdet.

  • Dachstuhl

    Vom Korb einer Drehleiter aus bekämpft die Feuerwehr die Flammen. Foto: Uwe Wallkötter

Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, stand der Dachstuhl nach Angaben von Feuerwehrchef Theo Berkel bereits in voller Ausdehnung in Flammen. Die Bewohner, zwei Senioren, befanden sich schon im Freien. Da im Nachbarhaus 49a niemand anzutreffen war, brach die Feuerwehr die Haustür auf, um zu sehen, ob das Feuer bereits übergegriffen hatte. Das war aber nicht der Fall. Allerdings ist auch dieses Haus wegen des Löschwassereinsatzes zunächst nicht mehr bewohnbar.

Eine halbe Stunde nach dem Eintreffen war das Feuer im Dachstuhl unter Kontrolle. Der Einsatz war aber noch lange nicht zu Ende. Die Einsatzkräfte mussten mithilfe der Drehleiter und auch per Hand über eine Leiter Dachziegeln abreißen, um letzte Glutnester zu beseitigen. Von innen konnte die Feuerwehr nicht mehr vorrücken. Das Haus war einsturzgefährdet, die Decke zum Dachboden hatte sich aufgrund zahlreicher dort gelagerter Gegenstände in Kombination mit dem Gewicht des Löschwassers durchgebogen.

Der Polizei liegen erste Hinweise darauf vor, dass das Feuer wegen Fahrlässigkeit ausgebrochen sein könnte. Das bestätigt Polizeisprecherin Ramona Hörst auf Nachfrage unserer Redaktion.

So haben nach unseren Informationen Nachbarn berichtet, dass der Bewohner einen Techniker im Haus hatte, der die Antenne auf dem Dach neu ausrichten sollte. Der soll sich aber geweigert haben, weil sich offenbar an der Antenne ein Wespennest befunden haben soll. Kurz, nachdem der Techniker wegefahren war, stand der Dachstuhl in Flammen. Möglicherweise hat der Anwohner versucht, das Nest auszuräuchern. Nähere Erkenntnisse wird die kriminaltechnische Untersuchung des Brandortes liefern.

Einsatzende war gegen 14 Uhr. Die Feuerwehr war mit mehr als 30 Mann und zehn Fahrzeugen an der Böckenheckstraße im Einsatz.
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