Verzögerung am Hebewerk: Neue Brücke wird erst Wochen später montiert

Waltrop Hiobsbotschaft für alle Pendler, die regelmäßig über die Hebewerksbrücke fahren müssen: Die Bauarbeiten verzögern sich um Wochen. Vermutlich Anfang November wird die neue Brücke erst montiert und wieder befahrbar sein – etwa sieben Wochen später als geplant.

  • Hebewerk Brücke Luftbild

    Die Brücke am Schiffshebewerk ist weg, wie dieses Luftbild von unserem Leser Clemens Stimberg sehr gut zeigt. Dieser Zustand wird noch eine ganze Weile länger andauern als geplant. Erst Anfang November soll die neue Brücke kommen. Foto: Clemens Stimberg

Es hängt beim Zeitplan an gleich mehreren ungeplanten Baustellen. Größtes Problem: Die nötigen Schwerlasttransporte mit den Brückenteilen wurden nicht genehmigt. „Das alleine hat drei Wochen Verzögerung verursacht. So etwas ist nicht aufzuholen“, sagt Martin Ebbert vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA). Laut Ebbert seien die Genehmigungsunterlagen bei den zuständigen Ämtern liegen geblieben – „es fehlte wohl an Personal“. Insgesamt sechs Schwerlasttransporte sind nötig, um die neue, 200 Tonnen schwere Brücke, die vor Ort zusammengeschweißt wird, ans Hebewerk zu schaffen.

Spezialfirma hat Folgeaufträge

Diese Verzögerung zieht einen Rattenschwanz nach sich. Denn die Spezialfirma, die die fertige Brücke am Ende auf ihren neuen Platz hieven wird, hat natürlich auch Folgeaufträge. „Die müssen sie jetzt erstmal abarbeiten“, sagt Martin Ebbert.

Unterm Strich heißt das, dass die Brücke – Stand gestern – erst Anfang November wieder freigegeben werden kann und Pendler weiterhin Geduld haben müssen.
15 KOMMENTARE
15.09.17 15:10

Nicht vom Schreibtisch aus

Ich bin ja nur ein interessierter (kritischer ) Bürger.
Ich stelle mir eine Planung aber so vor, dass ein Ingenieur die Strecke abgeht,
Brücken auf Tragfestigkeit prüft, ggf. statisch mal nachrechnet, lichte Höhen begutachtet und Verkehrsinseln begutachtet.
Lese jetzt aber aus den Kommentaren, dass das ganze wohl nur am Computer bei einer Tasse Kaffee gemacht wird.
Ok, dazu kann ich fundiert was sagen:
Der Computer ist nur so gut wie die Daten sind über die er verfügt.
EDV Slang: Mist rein-Mist raus

18.09.17 10:35

Keine hunderprozentige Sicherheit

Ausschließlich vom Schreibtisch aus erfolgt eine derartige Planung sicherlich nicht - Ihre diesbezüglichen Spekulationen schlagen fehl. Brückenbauunternehmen stimmen sich sehr wohl im Vorfeld mit den Speditionen ab. Die Speditionen fahren auch sehr wohl vorher die Strecken ab, die mitunter kreuz und quer durch die Republik führen. Ein Weg von Magdeburg ins Ruhgebiet ist dabei noch das Harmloseste. Auch Nachrechnungen, deren Umfang höchst unterschiedlich ausfallen kann, werden getätigt. Und trotz aller Vorsicht geschieht es, dass ein Bauwerk kurz vor "Toresschluss" nicht mehr für den Transportweg zur Verfügung steht (und auch durch Nachrechnung nicht mehr zu "heilen" ist). Dieser Umstand geht dann mitunter erst aus dem recht kurzfristigen Bescheid hervor. Eine hundertprozentige Sicherheit gegen alle Unwägbarkeiten des Lebens gibt es nirgendwo.

14.09.17 17:38

Sperrung

wird noch erheblich länger dauern. Wenn in Kürze die Lukasbrücke abgerissen und nach erfolgter Kanalverbreiterung, Bau neuer Brückenfundamente eine erheblich längere und breitere Brücke montiert werden soll, muss diese natürlich auch angeliefert werden. D.h. umfangreichere Bauarbeiten + Brücke größer x breiter x höher x Transportprobleme ergibt eine wesentlich längere Sperrung der Straße. Tolle Aussichten.

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