WSA prüft juristische Schritte: Hebewerk: Brücken-Freigabe Anfang Mai

Waltrop Gut drei Monate werden Autofahrer noch warten müssen, bis sie die neue Brücke am Schiffshebewerk wieder befahren können. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Duisburg-Meiderich hat von den ausführenden Baufirmen jüngst einen neuen Bauzeitenplan vorgelegt bekommen, der besagt, dass die Verkehrsfreigabe Ende April/ Anfang Mai erfolgen kann.

  • Brücke Hebewerk

    Ein Bild vom Kanal-Überschub Ende Dezember 2017. Noch drei Monate, dann soll die Hebewerks-Brücke wieder für den Verkehr freigegeben werden. Foto: Martin Behr

Das teilt Martin Ebbert, Projektleiter beim WSA, auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Für die erhebliche Verzögerung hatte sich Ebbert bereits öffentlich entschuldigt. Ursprünglich hatte das WSA eine Verkehrsfreigabe für Mitte September 2017 in Aussicht gestellt. Nun wird es – so denn der Bauzeitenplan diesmal eingehalten wird – sieben Monate später.

Die Gründe der Bauverzögerung sind vielfältig (wir berichteten mehrfach), die Schuld daran tragen nach Meinung des WSA die ausführenden Baufirmen (Arbeitsgemeinschaft Stahlbau Magdeburg/ Bauunternehmung Wilhelm Scheidt).

Baukosten sind erheblich gestiegen

Auch deshalb prüfe das WSA, so Ebbert, ob es Ansprüche gegen die Baufirmen geltend machen kann. Denn natürlich sind die Baukosten – ursprünglich 1,3 Mio. Euro – inzwischen erheblich gestiegen.
Bereits im vergangenen Jahr seien die Firmen offiziell in Verzug gesetzt worden, sagt Ebbert weiter. Er schließt nicht aus, dass man sich am Ende vor Gericht wiedersehen wird. „Wenn wir uns nicht einigen, muss das eben eine unabhängige Stelle bewerten“, sagt der Projektleiter. Während auf der Baustelle am Hebewerk aktuell kaum etwas passiert, laufen im Hintergrund dennoch einige Arbeiten. Unter anderem müssen noch technische Abnahmen zur Vorbereitung auf den Einbau der Lager geschehen.

Übrigens: Sollte es noch einmal eine Kältewelle geben, sollen die Brücken-Arbeiten vor Ort trotzdem weitergeführt werden. Die Firmen hätten versichert, dass in so einem Fall Vorkehrungen getroffen werden, um weiter arbeiten zu können, teilt Martin Ebbert mit. Das könnte etwa bedeuten, dass Zelte errichtet werden, die dann beheizt werden müssten.
16 KOMMENTARE
01.02.18 22:11

ich habe

von maulwurf

mal soeben einen Fertigstellungstermin in meinem Kalender eingetragen: Mai 2019

31.01.18 08:51

Im Deutschland nichts Neues...

von islander

Typisch deutsche Behörden!
Kompetenzgerangel und gegenseitige Schuldzuweisungen. Aber niemand übernimmt Verantwortung.
Wohl wissend, dass die nächste Beförderung automatisch erfolgt. Nicht nach Leistung, sondern nach Dienstjahren. Und die fette Pension ist sowieso gesichert.

31.01.18 00:59

Brückenbau.

von Ralli

Erst mal vielen Dank an die ganzen Ingenieure , die zum ganzem Chaos beigetragen haben.Die Brückenteile verspätet bestellt haben Die beim Transport geschlammt haben. Denen dann noch ein Standort für einen Kran fehlte. Einfach nur Lachhaft. Und Ihr bekommt auch noch Geld für so eine Fehlplanung ??? Fragt doch mal an der Pommesbude nach. Der muss sich um Umsatzzahlen Gedanken machen.

?

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