Borussia Dortmund

Hauptversammlung: Watzke will Europa League gewinnen – BVB ist wieder „schuldenfrei“

Auf der Hauptversammlung der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA spricht Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke über die finanzielle Situation des BVB - und ein neues sportliches Ziel.
Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke spricht über die finanzielle Situation des BVB. © imago / Thomas Bielefeld

Zahlenkolonnen und Börsenrechtsfragen können endlose Dimensionen annehmen. Wofür Borussia Dortmunds Geschäftsführung in finanziellen Fragen stehen will, fasste Hans-Joachim Watzke gegenüber den Aktionären am Donnerstag in einem Satz zusammen. „Die Grenzen unseres Ehrgeizes enden am Punkt der wirtschaftlichen Unvernunft.“

Trotz Corona: Borussia Dortmund ist komplett schuldenfrei

Die Corona-Pandemie beschert auch dem BVB ökonomisch extrem herausfordernde Zeiten. „Vor dem Hintergrund von Covid-19 hat unser Geschäftsmodell nicht mehr wie geplant funktioniert“, betonte Watzke bei der Hauptversammlung der KGaA einmal mehr. „Wir hatten vor dem ersten Geisterspiel einen Aktienkurs von neun bis zehn Euro.“ Aktuell liegt das Papier bei 4,25 Euro.

Welche Auswirkungen die vierte Welle haben wird, kann noch niemand vorhersehen. Immerhin: Stand heute ist Borussia Dortmund komplett schuldenfrei. Dazu hat im Wesentlichen die Kapitalerhöhung im Herbst beigetragen, die 85 Millionen Euro einbrachte. Aufsichtsrat und Geschäftsführung bedankten sich explizit bei den zeichnenden Aktionären.

BVB-Boss Watzke will die Europa League gewinnen

Mit diesen zusätzlichen Einnahmen und den Rücklagen konnten die rund 116 Millionen Euro Verlust aufgefangen werden, die Covid-19 der KGaA bereits beschert. Und das ist noch nicht das Ende. In seiner Prognose für das laufende Geschäftsjahr hoffte der BVB, die Verluste auf zwölf Millionen Euro reduzieren zu können. Hinterlegt waren dafür eine Vollauslastung des Stadions und der Einzug ins Achtelfinale der Champions League – beides wird nicht eintreten.

„Wir können also ein besseres Ergebnis erwarten, aber noch keine Trendwende“, sagte Finanzchef Thomas Treß. Durch das Aus in der Königsklasse gehen 13,8 Millionen Euro verloren, das ließe sich in der Europa League erst mit dem Finaleinzug (17 Millionen Euro) kompensieren. Watzke forderte: „Dann müssen wir halt in der Europa League so weit wie möglich kommen.“ Dieser Titel fehle dem BVB schließlich noch in der Vita.

Watzke schließt erneuten Gehaltsverzicht der BVB-Profis nicht aus

Um die Bilanz auszugleichen, könnten auch die Profis erneut zu einem Gehaltsverzicht aufgefordert werden. „Wenn sich im Januar oder Februar abbilden sollte, dass das unumgänglich ist, werden wir diese Gespräche führen“, erklärte Watzke. Bisher hätten die Spieler zusammengefasst auf rund 13 Millionen Euro Salär verzichtet. Grundsätzlich solle die Kostenreduktion jedoch nicht auf Kosten der Wettbewerbsfähigkeit gehen. Spielerverkäufe aus wirtschaftlichen Zwängen schloss Watzke für diesen Winter aus. „Mit Ausnahme von Roman Bürki, der als einziger aus dem Profikader keinen Einsatz hatte, hätten wir bisher auf keinen Spieler verzichten können.“ Sich nicht weiter drei Top-Torhüter zu leisten, sei „ein Ansatzpunkt“.

Treß rechtfertigte auch den Verzicht auf Kurzarbeit. „Einen Mitarbeiter mit einem Gehalt von 2000 Euro brutto in Kurzarbeit zu schicken, während Spieler im Monat sechsstellig verdienen, das widerstrebt uns.“ Einspareffekte hätten maximal kurzfristige Effekte gehabt.

Aktionär fragt nach einer Ausstiegsklausel von BVB-Stürmer Haaland

Auf die Frage eines Aktionärs zur Ausstiegsklausel von Starstürmer Erling Haaland im kommenden Sommer meinte Watzke: „Eine Ausstiegsklausel kann ich so nicht bestätigen!“ Nach Informationen der Ruhr Nachrichten gibt es zwischen Klub und Spielerseite klare Absprachen. Der BVB kann demnach bis zu 90 Millionen Euro erwarten, falls der Norweger (Vertrag bis 2024) den Verein vorzeitig verlassen will. Den Aktionären stellte Treß in Aussicht: „Wenn die Pandemie weg ist, geht auch der Kurs wieder dahin, wo wir ihn sehen wollen.“ Substanziell sieht er den BVB bei einem Wert von mehr als einer Milliarde Euro. Beim aktuellen Kurs sei die Aktie „ein Schnäppchen“.


Hier gibt es unseren Live-Ticker zum Nachlesen:

15:06 Uhr: Wir beenden an dieser Stelle unseren Liveticker. Danke fürs Mitlesen oder nachträgliche Stöbern in den Einträgen.

15:05 Uhr: Kullmann kommt zum Ende der Tagesordnung und schließt die virtuelle Hauptversammlung. „Bleiben Sie gesund, und auf Wiedersehen!“

15:03 Uhr: Auch für eine – aktuell nicht geplante – mögliche Kapitalerhöhung gewinnt der BVB eine ausreichende Mehrheit seiner Aktionäre.

15:01 Uhr: Alle weiteren Vorschläge (Wirtschaftsprüfer, Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder) werden angenommen.

14:59 Uhr: Als weiteres Mitglied rückt Prof. Bernhard Pellens in den Aufsichtsrat. Sein Wahlergebnis: 86 Prozent.

14:57 Uhr: Jahresabschluss und Entlastung der Geschäftsführung mit 99,9 Prozent der abgegebenen Stimmen angenommen. Auch der Aufsichtsrat wird entlastet.

14:35 Uhr: Weiter geht‘s! Kullmann hat noch einmal die Beschlussvorlagen vorgetragen. Gegen 14.55 Uhr sollen die Ergebnisse der Abstimmungen vorliegen.

14:24 Uhr: Noch zehn Minuten lang kann über die Vorschläge des Aufsichtsrates abgestimmt werden. Die Hauptversammlung wird solange unterbrochen. Der BVB spielt Torszenen aus der laufenden Spielzeit ein. Bis gleich!

14:17 Uhr: Die Fragerunde ist damit beendet. Jetzt geht‘s an die Beschlussvorschläge Top 1-8. Kullmann referiert.

14:13 Uhr: Cramer lobt den BVB für seine Anstrengungen bei der Nachhaltigkeit: „Was Borussia Dortmund seit Jahren auf diesem Sektor bleibt, hat nichts mit dem Modethema zu tun.“ Er verweist auf die Photovoltaik am Stadion, das Mehrwegsystem bei Bechern, ein erweitertes ÖPNV-Ticket oder Kompensationen für Flugreisen. „Wir sind auf diesem Sektor sehr gut aufgestellt.“

14:07 Uhr: Jetzt ist Carsten Cramer, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb, an der Reihe. Er kündigt eine weitere Frauenfußballmannschaft in den nächsten Jahren an. Die Rote Erde soll in Zusammenarbeit mit der Stadt so hergerichtet werden, dass dort noch mehr Spiele stattfinden können.

14:03 Uhr: Nochmal zu den Krediten: Der BVB kann über Kreditlinien für 120 Millionen Euro verfügen. Treß: „Inanspruchnahme aktuell Null.“ Die Zinsen beliefen sich im Durchschnitt auf 2 Prozent.

13:54 Uhr: 70 eingereichte Fragen, teilweise mit untergeordneten Fragen, drei Fragestellerinnen und 12 Fragesteller – gleich ist es geschafft.

13:45 Uhr: Treß beantwortet weiter vor allem Fachfragen aus der Finanzwelt. Er erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein besseres Ergebnis, „aber noch keine Trendwende“. Nicht in Kurzarbeit gegangen zu sein, verteidigt er: „Einem Mitarbeiter mit 2000 Euro Brutto in Kurzarbeit zu schicken während Spieler im Monat sechsstellig verdienen, das widerstrebt uns.“

13:25 Uhr: Bisher ging der BVB von einer Bruttokonzerngesamtleistung von 484 Millionen Euro aus. Die Verluste sollten sich auf bis zu zwölf Millionen Euro reduzieren. Dabei habe der Klub laut Treß aber mit einer Vollauslastung zur Rückrunde und dem Achtelfinale in der Champions League kalkuliert. Durch das Aus in der Königsklasse fehlten 13,8 Millionen Euro. Mit einem Halbfinaleinzug in der Europa League seien 11 Millionen Euro zu verdienen, im Endspiel sogar 17 Millionen Euro. Mit Geisterspielen sei nicht zu rechnen. Randnotiz: Die 85 Millionen Euro für Jadon Sancho darf Manchester United über fünf (!) Jahresraten abstottern.

13:18 Uhr: Finanzchef Thomas Treß erklärt den aktuellen Kurswert von rund 4,25 Euro mit den Auswirkungen der Coronakrise, der Kapitalerhöhung, dem Aus in der Champions League, der Coronakrise. Wert sei der BVB seiner festen Meinung nach eine Milliarde Euro. „Diesen Substanzwert reflektiert das aktuelle Kursniveau gerade einmal zur Hälfte.“ Als Vermögenswert sei die BVB-Aktie daher „eher ein Schnäppchen“. Vor Corona lag die Aktie zwischen neun und zehn Euro.

Watzke hat alle Fragen beantwortet und verlässt die Versammlung

13:10 Uhr: Der Vorsitzende der Geschäftsführung hat alle vorliegenden Fragen beantwortet, Watzke hat die Veranstaltung soeben verlassen. Er hat noch Termine mit der European Club Association (ECA).

13:08 Uhr: Eine 11. Klasse aus einer Waldorfschule in Wiesbaden um „Finn“ bittet um Grüße aus der Hauptversammlung. Watzke entspricht dem. Auch von den Ruhr Nachrichten beste Grüße in den Po/Wi-Unterricht.

13:07 Uhr: Überall, wo viele Mitarbeiter auf einem kleinen Raum zusammenkämen, hat der BVB „Homeoffice“ angeordnet.

12:59 Uhr: Einige Fragen von Aktionären sind eher schwach unterfütterte Meinungsbekundungen. Watzke bleibt mit Mühe gelassen.

12:45 Uhr: Auf die Frage eines Aktionärs zu einem möglichen Abgang von Erling Haaland sagt Watzke: „Eine Ausstiegsklausel kann ich so nicht bestätigen!“ Es gibt nach Informationen der Ruhr Nachrichten feste Verabredungen zwischen Klub und Spielerseite. Übrigens: „Mehr als 90 Prozent unserer Spielerverträge enthalten keine Ausstiegsklauseln.“

12:44 Uhr: Ein Aktionär wirft Watzke und Sportdirektor Michael Zorc vor, sie würden sich mit Spielerverkäufen die Taschen vollstopfen. Das erfülle den „Tatbestand der Ehrabschneidung“, antwortet Watzke. Seine Vision sei, dass der BVB die zweite Kraft im deutschen Fußball bleibe – und bald mal wieder Deutscher Meister werde.



12:39 Uhr:
Auf die Frage, ob im Winter Spieler abgegeben werden sollen, antwortet Watzke: „Mit Ausnahme von Roman Bürki, der als einziger aus dem Profikader keinen Einsatz hatte, hätten wir bisher auf keinen Spieler verzichten können. Bei drei Torhütern, da können wir drüber reden. Das ist ein Ansatzpunkt.“


12:36 Uhr:
Sollte die vierte Welle länger andauern, will Watzke mit den Spielern erneut über einen Gehaltsverzicht reden. „Wenn sich das im Januar oder Februar abbilden sollte, dass das unumgänglich ist, werden wir diese Gespräche führen.“ Bisher haben die Spieler in der Vorsaison auf 8,25 Millionen Euro verzichtet, im Jahr zuvor auf 5 Millionen Euro.

12:31 Uhr: Watzke erklärt auf Nachfrage eines Aktionärs die Zusammenarbeit mit Berater Matthias Sammer: „Er berät mich als letztlich Verantwortlichen in sportstrategischen Fragen. Er ist dafür hoch qualifiziert. Sein Vertrag läuft am 30. Juni 2022 aus, er existiert seit 2018. Über eine Vertragsverlängerung sprechen wir im Frühjahr.“

12:27 Uhr: Jetzt kommen die Fragen der Aktionäre. Wir liefern ein „Best of“ der Antworten. Watzke fängt an.

Finanzchef Treß bittet um die Genehmigung der Möglichkeit einer weiteren Kapitalerhöhung

12: 24 Uhr: Finanzchef Treß bittet die Aktionäre um die Zustimmung für neues genehmigtes Kapital. „Wir haben keine Pläne für eine weitere Kapitalerhöhung. Wir haben dieses Mittel im Oktober genutzt, um Borussia Dortmund wetterfest und widerstandsfähig zu machen vor dem Hintergrund der Pandemie. Wir haben finanzielle Schäden ausgeglichen, um die Wettbewerbsfähigkeit nicht nachhaltig zu belasten. Das heißt nicht, dass wir genehmigtes Kapital haben wollen, weil wir glauben, wir müssten das gleich wieder tun. Die Genehmigung ist für den Werkzeugkasten, zur Stärkung von Eigenkapital oder Liquidität.“

12:20 Uhr: Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält 24.000 Euro Vergütung. Der Vorsitzende das Doppelte, dessen Vertreter das Eineinhalbfache. Mitglieder im Prüfungsausschuss sollen 6.000 Euro erhalten, der Vorsitzende das Doppelte.

12:13 Uhr: Diese Zahlen waren bekannt: Nach rund 44 Millionen Euro Verlusten im ersten Coronajahr hat der BVB im Geschäftsjahr 2020/21 rund 73 Millionen Euro Minus gemacht.

12:04 Uhr: Die Aufsplittung des Trikotsponsorings - eine Idee von Geschäftsführer Carsten Cramer - hat die Einnahmesituation klar verbessert. Auch der neue Vertrag mit Ausrüster Puma wirke sich positiv aus. Treß vermutet, dass der BVB beim Posten Werbung nach diesem Geschäftsjahr „die 120 Millionen Euro von oben sehen“ werde. Auch beim Merchandising hat der BVB die Zahlen, trotz lange Zeit geschlossener Shops, mit 32,5 Millionen Euro die Vorjahresmarke erreicht.

12:00 Uhr: Zum 30. Juni 2021 wies der BVB Finanzverbindlichkeiten von 56,9 Millionen Euro auf. Dank der Kapitalerhöhung stehen die Finanzverbindlichkeiten Stand heute laut Treß bei „Null“.

11:55 Uhr: Es folgt der Ritt durch die Zahlen von Finanz-Geschäftsführer Thomas Treß. Unter dem Strich steht bei der Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 67,5 Millionen Euro.

11:54 Uhr: Zum Abschluss seiner Ansprache dankt Watzke Gerd Pieper als einen „grand seigneur“ und eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Pieper habe für den BVB „Enormes“ geleistet.

11:53 Uhr: Watzke verteidigt die Entscheidung, dass der BVB keine Kurzarbeit veranlasst hat. „Borussia Dortmund ist ein Lebensgefühl, und viel mehr als eine Gewinn- und Verlustrechnung. Wir können uns beim BVB gegenseitig auf uns verlassen. Das ist mehr wert als eine kurzfristige ökonomische Betrachtung.“

11:48 Uhr: Watzke zählt die Erfolge aus den Jahren 2011, 2012, 2017 und 2021 auf. Man sei nicht nur ambitioniert, sondern hole auch Titel. „Das Ausscheiden aus der Champions League hat wehgetan“, und dadurch rund 13 Millionen Euro weniger Einnahmen. Der folgende Wunsch des CEO: „Dann müssen wir halt in der Europa League so weit wie möglich kommen.“ Dieser Titel fehle dem BVB noch.

11:45 Uhr: Der BVB hat im Sponsoring erstmals über 100 Millionen Euro eingenommen. „Danke an Carsten Cramer“, sagt Watzke.

11:41 Uhr: Watzke: Ich appelliere an die Politik, dass bei aller Ernsthaftigkeit, Maß und Mitte zu halten. Und nicht, dass nur noch Populismus greift, um möglicherweise von eigenen Versäumnissen abzulenken. Die Bundesliga ist zu Kompromissen bereit und verantwortungsbewusst.“ „Aus Infektionsschutzgründen und als Zeichen in die Gesellschaft hinein“ müsse man mit der Reduzierung auf 26.000 Zuschauer leben.

11:38 Uhr: „Vor dem Hintergrund von Covid-19 hat unser Geschäftsmodell nicht mehr wie geplant funktioniert“, sagt Watzke. „Wir hatten vor dem ersten Geisterspiel einen Aktienkurs von neun bis zehn Euro. Wenn wir nicht vor vollen Stadien spielen können, wird es schwierig. Ich bedanke mich bei allen, die bei der Kapitalerhöhung mitgemacht haben. Das hat zur Stabilität beigetragen.“

11:35 Uhr: Nach dem Bericht des Aufsichtsrats spricht Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Christian Kullmann führt durch die Versammlung

11:31 Uhr: Die Wirtschaftsprüfer von KPMG haben zwölf Mal die Abschlüsse des BVB geprüft. Eine Rotation hätte spätestens 2022/23 angestanden, sie soll vorgezogen werden. Den Zuschlag soll Deloitte erhalten.

11:28 Uhr: Für den ausgeschiedenen Gerd Pieper soll Prof. Bernhard Pellens nachrücken. Der RUB-Dozent (u.a. Rechnungslegung und Corporate Governance) stellt sich vor. Er habe die Geschäftszahlen des BVB oft für seine Vorlesungen genutzt. Sportlich könne er der Borussia wenig helfen, dafür mit seiner wirtschaftlichen Expertise.

11:22 Uhr: Gerd Pieper musste im September sein Amt zur Verfügung stellen. Vom 25. November 2003 bis zum 24. September 2021 gehörte er dem Aufsichtsrat an, seit dem 2. November 2004 als dessen Vorsitzender. „Das bedauern wir außerordentlich“, betont sein Nachfolger Kullmann. Er würdigt Pieper als „Borussen durch und durch“ und für dessen „großartigen Geist“, mit dem er der Gesellschaft gedient habe.

11:19 Uhr: Kullmann betont, dass das Geschäftsjahr deutlich von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie geprägt und „erheblich beeinträchtigt“ war. Eine Dividende wird nicht ausgeschüttet. Sportlich sei die Saison 2020/21 recht erfolgreich gewesen, „hervorragend“ der Gewinn des DFB-Pokals, „erfreulich“ Platz drei in der Liga und „respektabel“ der Einzug ins Viertelfinale der Champions League.

11:14 Uhr: Die Formalitäten sind erledigt. Jetzt gibt es gleich den Lagebericht. Kullmann gibt sich große Mühe, den drögen Formalitäten mit seiner Stimme Schwung zu verleihen. Fünfmal hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr getagt, zweimal im Umlaufverfahren entschieden.

11:05 Uhr: Vom Aufsichtsrat vertreten sind Silke Seidel (DSW 21), Judith Dommermuth (1&1), Bernd Geske, Björn Gulden (Puma), Dr. Reinhold Lunow (BVB) und Bodo Löttgen (CDU NRW). Ulrich Leitermann (Signal Iduna) kann aus dringenden beruflichen Gründen nicht vor Ort sein. Von der Geschäftsführung sind Hans-Joachim Watzke, Thomas Treß und Carsten Cramer zugegen.

11:02 Uhr: Christian Kullmann eröffnet als Vorsitzender des Aufsichtsrats die Sitzung. Seit September fungiert er als Nachfolger von Gerd Pieper. Kullmann erklärt das Prozedere und die Besonderheiten der digitalen Versammlung. Sitzungsort ist das Stadion an der Strobelallee.

10:58 Uhr: Gleich beginnt die 21. ordentliche Hauptversammlung der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA. Auf der Tagesordnung stehen Berichte, Beschlüsse und die Wahl eines Aufsichtsrates. Die Tagesordnung umfasst 24 Seiten. Wir rechnen mit einer Sitzungsdauer von circa drei Stunden.

Hier finden Sie die Tagesordnung ordentlichen Hauptversammlung.

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