Erste Sitzung

Fahrrad-Kino und Graffiti-Wand: KiJuPa präsentiert Ideen für Datteln

14 Jahre lang gab es in Datteln kein Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) – jetzt ist der Neustart geglückt: Bürgermeister André Dora (SPD) bekam viele kreative Ideen vorgestellt.
29 Mitglieder des Kinder- und Jugendparlamentes trafen sich im Forum des Berufskollegs Ostvest zu ihrer ersten Sitzung. Sie stellten Bürgermeister André Dora (SPD) ihre Ideen vor. © Stadt Datteln

Auf diesen Moment hatten sich die Vertreter des Kinder- und Jugendparlaments, der Interessensvertretung der jungen Generation in Datteln, gut vorbereitet. Bei ihrer ersten Sitzung präsentierten sie Bürgermeister André Dora (SPD) zahlreiche Ideen zu den Themen Umwelt, Freizeit und Soziales, die nun ausgearbeitet werden sollen. Das Gemeinschaftswerk entstand bei einem gemeinsamen Kennenlernwochenende in der Haard.

Jeweils ein Vertreter der zu den jeweiligen Hauptthemen gegründeten Arbeitsgruppen stellte im Rahmen der ersten gemeinsamen Sitzung im Forum des Berufskollegs Ostvest die gesammelten Projektideen und Gedankenspiele vor. Im Bereich Freizeit stehen insbesondere Ausflüge und Freizeit-Fahrten im Fokus der KiJuPa-Vertreter. Aber auch Datteln wollen sie besser kennenlernen und erkunden. Konkrete Veranstaltungsideen wurden in Form von einer Jugend-Disco, einer Graffiti-Wand zum Besprühen oder einem Kicker-Turnier genannt. Es war rauszuhören, dass die Vertreter mit dem aktuellen Angebot für ihre Generation noch nicht ganz zufrieden sind.

Ein Fahrrad-Kino soll durch Strampeln betrieben werden

Eine kuriose Idee präsentierte die Umwelt-AG: Ein Fahrrad-Kino soll das kulturelle Angebot in Datteln erweitern. Der benötigte Strom für die Technik soll dabei aber auch direkt vor Ort durch das Strampeln auf einem Rad – oder mehreren Rädern – erzeugt werden. Weitere Umwelt-Anliegen sind die Reduzierung von Steingärten oder die Überprüfung der Radwege in der Kanalstadt. Auch zum Thema Ernährung sollen Angebote geschaffen werden.

Im sozialen Bereich will die zuständige Arbeitsgruppe die Integration von Menschen mit Behinderung vorantreiben, die LGBTQ-Gemeinschaft stärken und sich für Hilfsbedürftige sowie die Dattelner Tafel einsetzen. Konkrete Projekte wären Spendenaktionen oder Flohmärkte für den guten Zweck.

Für Christina Raasch, KiJuPa-Koordinatorin bei der Stadt Datteln, war die erste Versammlung ein voller Erfolg. Sie zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ablauf und damit, dass mit 29 von insgesamt 39 Vertretern eine repräsentative Anzahl an KiJuPa-Mitgliedern erschienen waren.

Nicht über Kinder und Jugendliche reden – sondern mit ihnen

Bürgermeister André Dora betonte, dass es in dem Gremium keine Denkverbote geben soll und über alles gesprochen werden kann. „Wir als Erwachsene haben die Herausforderung mit euch in den Dialog zu treten und zu gucken, wie wir das umsetzen können“, gab er den Anwesenden mit auf den Weg. Es sei ihm wichtig, nicht „über Kinder und Jugendliche zu reden, sondern mit euch.“ Von den Ideen zeigte er sich begeistert und lobte die Disziplin der Vertreter, die einander zugehört und sich aussprechen lassen haben.

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