Datteln 4

Kraftwerksgegner wollen Druck aufrechterhalten

Mit dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Münster sind die Kraftwerksgegner ihrem Ziel, Datteln 4 abzuschalten, einen Schritt näher gekommen. Dennoch wollen sie weiter Druck machen.
Etwa 40 Teilnehmer versammelten sich gegenüber des Kraftwerks Datteln 4 am Uniper-Besucherzentrum. © Sebastian Balint

Das Klima-Bündnis „Datteln 4 stoppen wir“ hatte am Sonntagmittag zu einer weiteren Protest-Aktion am Uniper-Besucherzentrum, auf der gegenüberliegenden Kanalseite des Kraftwerks aufgerufen. Etwa 40 Personen folgten dem Aufruf zum friedlichen Protest gegen das umstrittene Kraftwerk. Sicher, das Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Münster habe die Kraftwerksgegner ihrem Ziel, das Steinkohlekraftwerk vom noch vor 2038 vom Netz zu nehmen, einen Schritt näher gebracht, räumt Franziska Pennekamp vom Klima-Bündnis ein.

Am Ende sei das Urteil aber nur ein weiterer, wenn auch wichtiger Etappensieg. Dass das Kraftwerk, das vor allem mit Kohle aus Kolumbien und Russland betrieben wird, vorzeitig vom Netz gehen wird, darin sind sich die Teilnehmer der Protestaktion am Sonntagmittag einig. Es sei jedoch wichtig, dass die Kontroversen auch gerade in der Hochphase der Bundestagswahlen im Fokus der Öffentlichkeit bleibt.

Sämtliche noch möglichen Rechtsmittel können das Aus des Kraftwerks Datteln 4 nicht mehr verhindern, sondern nur hinauszögern. Da ist sich Thomas Krämerkämper vom BUND. Er, Franziska Pennekamp und auch die anderen Teilnehmer hoffen, dass es auf der Gegenseite endlich ein Einsehehen gibt, das Kraftwerk vom Netz genommen wird und Uniper das Datteln 4, so wie einst vertraglich festgelegt, zurückbaut.

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