Kinderpalliativzentrum

Wichtige Entlastung fürs Kinderpalliativteam

Die ehrenamtlichen Helfer im Kinderpalliativzentrum stellen eine wichtige Entlastung fürs Kinderpalliativteam und die Familien dar. Seit kurzem kümmert sich Anne Grunenberg um deren Einsatz.
Anne Grunenberg (li.), hier mit Kinderpsychologin Andrea Beissenhirtz, ist neue Ehrenamtskoordinatorin im Kinderpalliativzentrum. © Kinderklinik

Während der Corona-Pandemie wurden und werden die ehrenamtlich Helfenden auf der Station Lichtblicke des Kinderpalliativzentrums schmerzlich vermisst. Denn es sind die vielen kleinen guten Momente, die die Zeitschenkenden schaffen: Sie lesen vor, halten die Hand, hören einfach zu oder gehen mit dem Geschwisterkind raus auf den Spielplatz.

Kinderhospizverein als Partner

Seit kurzem ist nun die Koordination ihrer Einsätze auf der Kinderpalliativstation Lichtblicke über den Deutschen Kinderhospizverein (DKHV e.V.) neu geregelt. Der Verein betreibt bundesweit rund 30 ambulante Kinder- und Jugendhospizdienste, so auch den Dienst im Kreis Recklinghausen. Hier ist Anne Grunenberg seit dem Jahr 2007 als Koordinatorin tätig.

Mit dem Kinderpalliativteam verbindet die erfahrene Fachkraft eine lange und gute Zusammenarbeit. Im gemeinsamen Gespräch entwickelte sich so die Idee, die künftigen ehrenamtlichen Einsätze auf der Kinderpalliativstation über den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Kreis Recklinghausen zu koordinieren. Beide Seiten schlossen nun einen entsprechenden Kooperationsvertrag.

Enger und kontinuierlicher Austausch

Anne Grunenberg steht seither im engen Kontakt mit den Ehrenamtlichen, koordiniert fortan ihre Einsätze und betreut sie bei ihrer Tätigkeit.

Im sechswöchigen Turnus wird sie Gruppentreffen in Datteln organisieren. Zudem ist die Koordinatorin einmal im Monat beim Teamtreffen des psychosozialen Teams im Kinderpalliativzentrum dabei. Der enge und kontinuierliche Austausch aller Beteiligten ist Grundlage dafür, die Einsätze im Sinne der Familien sinnvoll gestalten zu können.

Seit kurzem sind die ersten vorsichtigen Einsätze der Ehrenamtlichen wieder möglich. „Die Freude darüber ist groß“, betont Sigrid Thiemann vom Freundeskreis Kinderpalliativzentrum Datteln e.V.

Bauphase startet im Frühsommer

Da im Frühsommer am Kinderpalliativzentrum die Bauphase für den Erweiterungsbau mit einem OP-Trakt auf dem Dach des Hauses startet, sind kontinuierliche Einsätze allerdings erst ab dem Herbst geplant. Zu den neun Ehrenamtlichen, die zum Teil schon seit vielen Jahren auf die Station Lichtblicke kommen, stoßen dann weitere vier hinzu. Diese besuchen bisher schon über den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Recklinghausen Familien mit einem schwer kranken Kind, die sich Unterstützung wünschen. Um die Station Lichtblicke kennenzulernen und sich mit den besonderen Bedürfnissen der hier versorgten Familien besser vertraut zu machen, bietet Anne Grunenberg für sie ein eigenes Aufbaumodul an.

Wer sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit auf der Station Lichtblicke interessiert, darf gerne Kontakt aufnehmen zu Anne Grunenberg unter Tel. 02361/ 9383080. Der nächste Vorbereitungskurs, der einem Einsatz auf der Station Lichtblicke vorausgeht, ist für Anfang 2022 geplant.

Der Abend in Waltrop

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