Neue Großsporthalle am U-Turm wird deutlich teurer und später fertig

Redakteur
Stadtdirektor Jörg Stüdemann muss als Kämmerer mehr Geld für die geplante Großsporthalle zur Verfügung stellen. © Baurconsult/RN-Archiv
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Die Dortmunder Ballsportvereine – insbesondere wenn sie in höheren Ligen spielen – warten schon lange sehnlichst darauf. Jetzt gibt es Fortschritte bei den Plänen für den Bau einer Vierfach-Sporthalle für Schul- und Wettkampfsport an der Übelgönne – direkt neben dem Dortmunder U. Mit Platz für bis zu 3250 Zuschauer soll die große Halle auch liga- und meisterschaftstauglich sein.

Im September 2019 hatte der Rat der Stadt den Grundsatzbeschluss für den damals auf 28 Millionen Euro taxierten Bau getroffen. Im April 2021 wurden die Sieger des ausgelobten Architektenwettbewerbs mit 19 Teilnehmern gekürt. Dem schloss sich jetzt ein Verhandlungsverfahren mit den Gewinnern an.

Das Ergebnis: Die Stadt hält an dem siegreichen Entwurf des Büros Baurconsult aus Haßfurt fest. Es soll jetzt mit der weiteren Planung des Neubaus beauftragt werden. Der Neubau soll eine teilweise transparente Lamellenfassade bekommen – und eine Tribünenanlage mit Platz für bis zu 3250 Zuschauerinnen und Zuschauer.

Gegenüber dem Wettbewerbsentwurf gebe es aber ein paar Änderungen, erklärte Stadtdirektor Jörg Stüdemann am Dienstag (13.9.) nach der Sitzung des Verwaltungsvorstands. So soll es eine stärkere Dach- und Fassadenbegrünung geben.

Und die Stadt will auch dem Vorschlag der Architekten folgen, auf den Bau eines Parkhauses zu verzichten und stattdessen eine zweistöckige Tiefgarage mit Platz für 450 Pkw unter dem Hallenkomplex vorzusehen.

Veränderte Planung und steigende Baukosten

Das hat allerdings Folgen für die geschätzten Kosten, bei denen auch schon die aktuell absehbaren Baupreissteigerungen berücksichtigt wurden. Allein die machten rund 20 Prozent aus, so Stüdemann.

Insgesamt soll die neue Sporthalle aber nun um mehr als ein Drittel teurer werden als ursprünglich kalkuliert: Statt von 28 Millionen ist jetzt von 43 Millionen Euro die Rede. Dazu soll der Rat der Stadt in seiner Sitzung im November seinen Segen geben.

Auf diesem, bislang als Parkplatz genutzten Grundstück, an der Übelgönne zwischen FZW und Unionstraße (r.) soll die Sporthalle gebaut werden. © Oliver Volmerich

Und es gibt noch eine schlechte Nachricht. Denn auch der Zeitplan hat sich offensichtlich verändert. Im Frühjahr 2021 war noch von einem Baubeginn Ende 2022 und einer Fertigstellung im Sommer 2025 die Rede. Jetzt heißt es: „Das Bauvorhaben soll voraussichtlich in 2027 fertiggestellt werden.“

Die Sportlerinnen und Sportler brauchen also weiter Geduld. Genutzt werden soll der Hallenkomplex vor allem von den benachbarten Robert-Schuman- und Robert-Bosch-Berufskollegs. In Sachen Wettkampfsport könnte die Halle neue Heimat der BVB-Handball-Damen für die 1. Bundesliga werden, aber auch Basketballer, Ringer und Volleyballer könnten sie nutzen.