Meinung

Fataler Trend: Impfmüdigkeit – Impfen muss so einfach wie möglich werden

Jetzt ist genügend Impfstoff da, aber Viele glauben, eine Impfung sei nicht mehr nötig. Nun sind der Abbau von Hürden und Aufklärung, die ein Halterner Verein betreibt, besonders wichtig.
Der Verein Vitus hilft bei der Organisation von Impfungen. © Jürgen Wolter

Monatelang gab es großen Andrang auf Impftermine und oft lange und zermürbende Wartezeiten. Jetzt scheint sich das Blatt zu wenden.

Laut einer repräsentativen Umfrage der Universität Erfurt, lehnten im Februar lediglich 13 Prozent der Befragten eine Impfung ab, jetzt sind es fast 30. Das ist eine gefährliche Entwicklung – insbesondere unter Berücksichtigung der Delta-Variante des Covid-Virus, die höhere Infektionsraten nach sich zieht. Niemand sollte glauben, Corona sei vorbei. Das macht ein Blick auf einige Nachbarländer deutlich, wo inzwischen wieder Inzidenzen von 200 und mehr erreicht werden.

Nun müssen Hürden abgebaut und Aufklärung betrieben werden. Der Kreis Recklinghausen geht dazu den richtigen Weg. Denn jeder Impfwillige ab 16 kann ab sofort ohne Termin im Impfzentrum seine Impfung bekommen.

Noch ein gutes Beispiel ist der Verein Vitus in Haltern. Hier werden Menschen unterstützt, die Probleme haben, selbst Impftermine zu vereinbaren oder ins Impfzentrum nach Recklinghausen zu fahren – sei es wegen Sprachbarrieren oder Einschränkungen oder wegen fehlender finanzieller Mittel. Und noch viel wichtiger: Es wird aufgeklärt und unterstützt. Jede Initiative in diese Richtung ist notwendig. Sie kann lebensnotwendig sein, damit eine ausreichende Immunität zur Überwindung der Viruspandemie erreicht wird.

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