Für Bahnen-Zieher und Kurz-Schwimmer ungeeignet Freizeitbad Aquarell braucht Zeittarife

Ein Schwimmer am Rand eines Schwimmbeckens
Wer nur seine Bahnen schwimmen möchte, will dafür eigentlich nicht den Tagestarif zahlen. © picture alliance/dpa
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Die Preise im Freizeitbad Aquarell werden erhöht. Das ist keine große Überraschung. Schließlich steigen die Unterhaltungskosten enorm. Energie, Personal, Ressourcen – alles wird teurer. Dass nun zum ersten Mal seit fünf Jahren eine Preiserhöhung ansteht, ist also durchaus verständlich.

Sowohl in der neuen als auch in der alten Entgeltordnung vermisse ich jedoch etwas, das für mich als Schwimmerin in vielen Bädern für Ärger sorgt: Das Aquarell in Haltern bietet keine Zeittarife an.

Wer mal eben ein paar Bahnen ziehen möchte, braucht dafür meist circa eine Stunde im Wasser, plus umziehen und duschen verbringt man vielleicht zwei Stunden im Bad. Dafür möchte niemand den Tagestarif zahlen.

Unpraktische Öffnungszeiten

Hinzu kommen die Öffnungszeiten. Das Aquarell hat nur an drei Tagen (Dienstag bis Donnerstag) morgens früh ab 7 Uhr bis abends spät um 21.30 Uhr geöffnet. An den anderen Tagen gelten zumindest außerhalb der Schulferien deutliche Einschränkungen.

Das ist für Sportler alles ziemlich ungeeignet. Eigentlich bleibt da nur die Alternative, einem Verein beizutreten. Doch das passt auch längst nicht bei jedem in den Arbeitsalltag oder die eigene Vorstellung von Sport.

Für die Bahnen-Zieher und Kurz-Schwimmer braucht das Aquarell dringend Zeittarife. Das könnte helfen, die Kasse zu füllen. Denn diese Besucher kämen zusätzlich, ohne dass die Kosten für Personal und Energie dadurch steigen.