Meinung

Nach Rückzug aus Haltern: Commerzbank soll den SB-Bereich weiter führen

Die Commerzbank schließt ihre Filiale an der Mühlenstraße in Haltern endgültig. Damit verschwindet eine weitere Anlaufstelle für Bankkunden in der Seestadt.
Die Filiale der Commerzbank in Haltern wird endgültig geschlossen. © Jürgen Wolter

Jetzt also die Commerzbank. Es zeichnete sich schon seit Februar dieses Jahres ab, dass die Halterner Filiale von der Reduzierung der Geschäftsstellen des Bankinstituts betroffen sein könnte, die der Vorstand angekündigt hatte. Die Bank will sich digital neu aufstellen. Der kleine Sparer vor Ort ist dabei kaum noch interessant.

Damit setzt sich eine Reihe von Filialschließungen in Haltern fort, die sich schon über Jahre hinzieht. Waren es zunächst die kleinen Filialen der Stadtsparkasse in einigen Ortsteilen, die dicht gemacht wurden, folgten bald darauf die Deutsche Bank an der Lippstraße und zuletzt Ende des Jahres 2020 die Volksbank mit ihren Filialen in Lavesum, Flaesheim und Hullern. Die Entwicklung war absehbar, viele Bankgeschäfte können heute online erledigt werden.

Fast niemand besucht mehr eine Filiale für eine Überweisung. Beratungspersonal wird in kleinen Filialen nicht mehr benötigt. Andererseits sinken die Möglichkeiten kontinuierlich, sich mit Bargeld zu versorgen.

Vor allem für Menschen mit eingeschränkter Mobilität wird das zunehmend zum Problem. Die Commerzbank verweist dazu an ihre Partnerbanken, zum Beispiel die Postbank. Dennoch wäre es wünschenswert, wenn das Institut an der Mühlenstraße zumindest einen SB-Bereich vorhalten würde, auch um als Bank in Haltern weiter präsent zu bleiben.

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