Hochwasserrisiko in Herten

Damit das Haus bei Starkregen nicht absäuft – wie kann man vorsorgen?

Im Juli 2021 herrschte nach einem Unwetter auch in Herten „Land unter“. Besonders in Süd liefen viele Keller voll. Wie können Hausbesitzer bei Starkregen vorsorgen? Darum geht es jetzt im Glashaus.
Ein Unwetter sorgte im Juli 2021 auch in Herten für überflutete Straßen. Die Wassermassen drückten sogar die Gullys an der Hohewardstraße/Am Graben hoch.
Ein Unwetter sorgte im Juli 2021 auch in Herten für überflutete Straßen. Die Wassermassen drückten sogar die Gullys an der Hohewardstraße/Am Graben hoch. © Feuerwehr Herten

Auch wenn es die Sonne gerade gut mit uns meint: Ergiebiger Dauerregen hat in der Vergangenheit zahlreiche Straßen in Herten überfluten und Keller regelrecht absaufen lassen. An die dunkle Gewitterfront im letzten Juli denken nicht nur die Anwohnerinnen und Anwohner am Danziger Ring und der Hohewardstraße mit Schrecken zurück.

Reihenweise mussten sie ihr Hab und Gut in Sicherheit bringen, als Haus oder Wohnung bei einem Unwetter unter Wasser standen. Straßen waren überflutet, Gullydeckel sprangen unter dem Wasserdruck aus den Verankerungen, die Feuerwehr war im Dauereinsatz.

Eigeninitiative ist beim Hochwasserschutz gefragt

Bereits im Jahr 2018 startete das Projekt „Prävention Starkregen“ der Stadt Herten mit der Beratung von Bürgerinnen und Bürgern. In einer Computersimulation wurde die Stadt-Oberfläche modelliert und mithilfe einer Software abgeschätzt, wo aufgrund der Geländesituation sehr viel Wasser fließen könnte, wenn starker Regen fällt. Kritische Bereiche nahmen die städtischen Fachleute bei Ortsbegehungen unter die Lupe. Die Erkenntnisse sollen den Bürgerinnen und Bürgern bei der Prävention helfen.

Denn jeder Haus- oder Wohnungsbesitzer kann selbst aktiv werden, um Risiken zu minimieren, sagt die Stadt. Neben dem vorgeschriebenen Rückstauschutz im Kanal reichten oft weitere einfache Vorsorgemaßnahmen aus, damit Wassermassen nach starken Regenfällen nicht mit Macht ins Haus drängen.

Wie man Schäden im privaten Bereich vermindern oder gar ganz verhindern kann, erklärt die Stadt am Dienstag, 17. Mai, um 18 Uhr im Rahmen einer Bürger-Infoveranstaltung im Glashaus.

Fachleute beantworten Fragen der Bürgerinnen und Bürger

Im Mittelpunkt stehen an diesem Abend allgemeine Informationen zum Thema Starkregen. Hertens Baurätin Janine Feldmann, Carola Heitkemper aus dem Tiefbauamt sowie Lydia Pfaff und Carsten Kornmaier aus dem Bereich Stadtentwässerung beantworten die Fragen der Besucherinnen und Besucher.

Alle Interessierten können ab Donnerstag, 12. Mai, die Präsentation zum Thema Starkregen von der Hertener Internetseite herunterladen. Bei großem Interesse wird ein zusätzlicher Info-Termin angeboten.

Auch wenn letztendlich Starkregenereignisse weder vorhersehbar noch zu verhindern sind, könne die Wirkung gemeinsam gemildert werden, meint die Stadt. Die Fachleute im Rathaus bieten deshalb folgende beratende Angebote an:

  • Auf Wunsch Begehung des Grundstückes mit Risiko-Check für das Haus
  • Hinweis auf potenzielle Schwachstellen für Wassereintritte ins Gebäude
  • Hinweise zu möglichen Schutzmaßnahmen

Weitere Informationen: www.herten.de/service/tiefbau/kanaele-gewaesser/praevention-starkregen.html

Der Abend in Waltrop

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