Das Recht der Anderen

Demokratiefenster in Herten: Im Fokus stehen Christen und Juden

Es ist eisig kalt am 9. Januar. Dennoch harren 30 Menschen geduldig in der Fußgängerzone aus und lauschen. Es geht um brandheiße Themen wie etwa den Schutz der Demokratie.
Eröffnung der Ausstellung „Das Leben der Anderen“ im Demokratiefenster in der Innenstadt (v.l.): Bürgermeister Matthias Müller, Staatsministerin a.D. Sylvia Löhrmann, Gerda Koch und Peter Kitzol-Kohn vom Vorstand der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Kreis Recklinghausen.
Eröffnung der Ausstellung „Das Leben der Anderen“ im Demokratiefenster in der Innenstadt (v.l.): Bürgermeister Matthias Müller, Staatsministerin a.D. Sylvia Löhrmann, Gerda Koch und Peter Kitzol-Kohn vom Vorstand der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Kreis Recklinghausen. © Carola Wagner

„Das Recht der Anderen“ ist der Titel einer Ausstellung zum Festjahr „1700 Jahre jüdsches Leben in Deutschland“, die jetzt in den Räumen des „Demokratiefensters“ an der Ewaldstraße 9 – 11 eröffnet wurde. Thematisiert wird das zivilgesellschaftliche Engagement, dem sich über 80 Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Deutschland seit mehr als 70 Jahren verschrieben haben.

Anhand von sieben Themenschwerpunkten und allgemeinen Informationen wird ihre Arbeit vorgestellt, darunter auch die der örtlichen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Kreis Recklinghausen. Ziele sind ein neues, positives Verhältnis zum Judentum, der Einsatz gegen Antisemitismus, die Stärkung der Demokratie und Erinnerungsarbeit.

Rund 30 Interessierte harrten bei der Ausstellungseröffnung am
Rund 30 Interessierte harrten bei der Ausstellungseröffnung am „Demokratiefenster“ in der Kälte aus und lauschten. © Carola Wagner

Peter Kitzol-Kohn gehört seit über 10 Jahren der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit an. Er engagiert sich im Vorstand, dessen Vorsitz im Kreis Recklinghausen Gerda Koch innehat. Zur Austellung im „Demokratiefenster“ begrüßen die beiden Bürgermeister Matthias Müller und die ehemalige Staatsministerin Sylvia Löhrmann, Generalsekretärin des Vereins „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Löhrmann lobt das „Demokratiefenster“ als gutes Mittel zur Förderung des Dialogs und der Toleranz. Sie betont die Wichtigkeit eines beständigen Austauschs: „Mit wem ich spreche, vor dem muss ich keine Angst haben.“

Die Ausstellung „Das Recht der Anderen“ ist noch bis zum 5. Februar zu sehen. Führungen für Gruppen nach Vereinbarung: gerda.koch-gcjz@t-online.de.

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