Gedenken an die Opfer der NS-Diktatur An der Waldschule und in der Ackerstraße

Platzierten vor zehn Jahren gemeinsam die Gedenkplatte an der Langenbochumer Straße (v.l.): Kirsten Noetzel (Leiterin Stadtarchiv), Gerd Kuhlke (damals Politiklehrer, Städtisches Gymnasium Herten), der damalige Bürgermeister Dr. Uli Paetzel, Barbara Keimer (ehemalige Lehrerin am Städtischen Gymnasium Herten) und Sabine Weißenberg (städtisches Kulturbüro).
Platzierten vor zehn Jahren gemeinsam die Gedenkplatte an der Langenbochumer Straße (v.l.): Kirsten Noetzel (Leiterin Stadtarchiv), Gerd Kuhlke (damals Politiklehrer, Städtisches Gymnasium Herten), der damalige Bürgermeister Dr. Uli Paetzel, Barbara Keimer (ehemalige Lehrerin am Städtischen Gymnasium Herten) und Sabine Weißenberg (städtisches Kulturbüro). © Stadt Herten (Archiv)
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Die Pogromnacht war der Beginn der Shoah, des größten und schlimmsten Völkermordes in der Geschichte der Menschheit, der grausamen Vernichtung von 6 Millionen Jüdinnen und Juden in ganz Europa. Auch heute ist Antisemitismus in unserer Gesellschaft präsent. Fast schon regelmäßig kommt es zu Beleidigungen und Angriffen gegen Jüdinnen und Juden.

Um an die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen zu erinnern und ein Zeichen gegen aktuellen Antisemitismus zu setzen, sind alle Interessierten zu einer Gedenkveranstaltung am Mittwoch, 9. November, um 17 Uhr vor der Waldschule, Langenbochumer Straße 248, eingeladen. Bürgermeister Matthias Müller wird eine Rede halten und an die letzten in Herten lebenden jüdischen Familien Abraham und Mendlicki erinnern. Alle Familienmitglieder wurden am 27. Januar 1942 nach Riga deportiert und dort ermordet.

Vortrag und Musik

Anschließend wird Winfried Nachtwei, Vorstandsmitglied von „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ und der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen, im Gemeindezentrum Ackerstraße 1 einen Vortrag halten. Der frühere Bundestagsabgeordnete berichtet über das Schicksal der Menschen, die nach Riga deportiert wurden. Musikalisch eingerahmt wird der Vortrag von Peter Sturm.

Die Veranstaltung wird von Vertretern der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie der Stadtverwaltung gestaltet: „Mit dieser Veranstaltung wollen wir gemeinsam an das Unrecht erinnern, das den jüdischen Mitbürgern und Mitbürgerinnen in Herten angetan wurde. Zeigen wir Verantwortung dafür, dass diese schrecklichen Ereignisse nie wieder passieren und Antisemitismus in unserer Gesellschaft keinen Platz haben darf.“