Hertener wollen mit Menschenkette ein Zeichen gegen Gewalt setzen

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Ausschnitte aus der Menschenkette in der Hertener Innenstadt 2020.
Am 30. September wollen Hertenerinnen und Hertener wieder eine Menschenkette bilden, so wie hier im Jahr 2020, um gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen. © Anna Lisa Oehlmann (Archiv)
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Manchmal reichen sieben Tage nicht aus, um für ein offenes Miteinander zu werben, die Vielfalt in der Gesellschaft aufzuzeigen und sich gegen Gewalt in allen Formen auszusprechen. Die bundesweite Aktionswoche erstreckt sich in Herten daher über einen längeren Zeitraum – 15 Tage, um genau zu sein.

Der „Runde Tisch gegen Rassismus und für Demokratie“ bereitet Veranstaltungen vor, die sich auf unterschiedliche Weise dem Thema widmen und auf zahlreiche Teilnehmer hoffen. Dazu gehört auch eine besondere Aktion zum Motto „Herten gegen Gewalt – Herten für Menschlichkeit“.

Aktion zum Tag des Flüchtlings am 30. September

Zum Tag des Flüchtlings soll am 30. September mit einer Menschenkette ein Zeichen gegen Gewalt und für Menschlichkeit gesetzt werden. Treffpunkt ist an jenem Freitag um 17 Uhr an der Ewaldstraße 9-11 (gegenüber der Sparkasse Herten-Mitte). Im Anschluss folgt ein gemeinsames Friedensgebet mit dem Christlich-Islamischen Arbeitskreis Herten.

Ab 17.30 Uhr heißt es dort auch „Gemeinsam an einem Tisch“. Wer mag, bringt Speisen, Getränke, Teller, Gläser und Besteck für sich selbst mit und kommt mit netten Menschen ins Gespräch. Kulturelle Darbietungen wie Musik, Gesang oder Tanz sind willkommen.

In Ladenlokalen der Innenstadt ist vom 25. September bis 2. Oktober die Ausstellung „Hoffnungsland Deutschland?!“ mit biografischen Porträts von Hertenerinnen und Hertenern zu sehen.

Interkulturelles Stadtfest eröffnet den Veranstaltungsreigen

Den Anfang macht das Interkulturelle Stadtfest „Come together“, zu dem der Integrationsrat der Stadt Herten am 18. September von 14 bis 20 Uhr ins Glashaus einlädt.

Ein Argumentationstraining, um sich sicher gegenüber rechten und populistischen Parolen und Meinungen zu äußern und ihnen angemessen begegnen zu können, folgt am 21. September (16 bis 19 Uhr) im Kaplan-Prassek-Heim (Papst-Johannes-Straße 2). Anmeldung bei Daniela Franken-Vahrenholt per E-Mail an d.vahrenholt@haus-der-kulturen.de oder per Telefon: 02366/18 07 13.

An Lehrkräfte richtet sich am 26. September ein Vortrag und Workshop zum Thema Rassismus von Anne Broden (Beraterin und Referentin im Bereich Rassismus – Antisemitismuskritik, Rechtsextremismusprävention). Auch hierfür nimmt Daniela Franken-Vahrenholt Anmeldungen entgegen.

Demokratiekonferenz von „Demokratie leben!“

Im Mittelpunkt der Demokratiekonferenz am 26. September (17.30 bis 20.30 Uhr im Glashaus) steht die Erklärung „Herten zeigt Haltung“. Ein Vortrag zum Thema Haltung und ein kurzes Theaterstück von Schülern der Rosa-Parks-Schule geben Impulse für die weitere Arbeit mit der Hertener Erklärung. Anmeldung bei Sabine Weißenberg (s.weissenberg@herten.de oder Tel.: 02366/ 303541) und Daniela Franken-Vahrenholt (d.vahrenholt@haus-der-kulturen.de oder 02366/180713), Kurzentschlossene sind herzlich willkommen.

Der Film „Drachenläufer“ schildert eine Geschichte über Kindheit und Freundschaft in Afghanistan. Er ist am 21. September um 19 Uhr im Kreativ.Campus in der Ludothek (Ewaldstraße 20) und am 29. September um 19 Uhr im Gemeindezentrum Thomaskirche (Langenbochumer Straße 435) zu sehen.