Corona-Impfung

Booster und Grippeimpfung können in einer Sitzung erledigt werden

Die Ärzteschaft im Kreis RE kommt trotz der enormen zusätzlichen Belastung bisher noch mit der Situation zurecht. Wunschtermine für die Corona-Impfung können aber nicht immer erfüllt werden.
Um bei den Auffrischimpfungen (Booster) gegen das Coronavirus schneller zu werden, hat das Land NRW die Kommunen zur Einrichtung fester Impfstellen aufgefordert. Bei den Hausärzten können sogar zeitgleich Grippeimpfungen stattfinden. Allerdings kommen bei Doppelimpfungen häufiger Impfreaktionen vor. © picture alliance/dpa

Wenn die Blätter von den Bäumen fallen, denken viele daran, eine Grippeimpfung zu machen. Doch angesichts rasant steigender Corona-Zahlen rückt die Auffrisch-Impfung, auch Booster genannt, in den Vordergrund. Kann man sich eigentlich beide Impfungen an einem Tag abholen? Man kann!

„Ja, die dritte Corona-Impfung und die Grippeschutzimpfung dürfen gleichzeitig verabreicht werden. Hier kommt es aber vor allem auf die individuelle Situation des Patienten an“, sagt Miriam Sahli-Fülbeck von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). „Der behandelnde Arzt wird im Einzelfall die Vor- und Nachteile einer gleichzeitigen Impfung gegen Corona und Grippe mit dem Patienten besprechen – mit Blick auf das Alter, mögliche Vorerkrankungen sowie weitere Einschränkungen – und ein Vorgehen empfehlen.“

Impfreaktionen kommen häufiger vor

Wer sich beide Impfungen an einem Tag geben lässt, sollte aber auf jeden Fall darauf achten, dass nicht beide Spritzen in den gleichen Arm gegeben werden. Und es gilt zu bedenken, dass es am nächsten Tag in beiden Armen Schmerzen an der Einstichstelle geben könnte.

Zudem weist das RKI auf seiner Homepage darauf hin, dass bei einer gleichzeitigen Gabe von zwei Impfstoffen zu beachten ist, dass Impfreaktionen häufiger auftreten können. Die Wirksamkeit der jeweiligen Impfungen sei durch eine gleichzeitige Gabe jedoch nicht beeinträchtigt.

Das Impfen gegen das Coronavirus ist in den Praxen der niedergelassenen Ärzte im Kreis Recklinghausen mittlerweile Routine. Trotzdem ist die Belastung extrem groß – Grippesaison und „nebenbei“ Impfen ist kein Pappenstiel! Aber offensichtlich läuft dennoch bislang alles einigermaßen rund. Der KVWL wurde jedenfalls bisher noch nicht gemeldet, dass beispielsweise Grippeimpfungen nicht verabreicht werden konnten, weil zu viele Corona-Impfungen erfolgen mussten. Erste Rückmeldungen aus der Ärzteschaft im Kreis zeigen übrigens, dass die Nachfrage der Patienten nach der Grippeimpfung auch in diesem Jahr wieder recht hoch ist.

Termine für praxisfremde Patienten

Die KVWL weist darauf hin, dass die Impftermine in den Praxen zwar strukturiert werden, aber die Patienten sich dennoch darauf einstellen müssen, nicht prompt ihren Terminwunsch erfüllt zu bekommen.

Für all diejenigen, die keinen eigenen Hausarzt / Kinderarzt haben, hat die KVWL eine Liste mit Arztpraxen zusammengestellt, die COVID-Impfungen auch für praxisfremde Patienten anbieten:

https://www.corona-kvwl.de/patienteninfos/corona-schutzimpfung/liste-praxen-zweitimpfung

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