Pandemie

Corona: Omikron-Verdachtsfall im Kreis Recklinghausen

Reiserückkehrer positiv getestet - weitere Untersuchungen laufen. Inzidenzwert im Kreis Recklinghausen wieder gestiegen, auf jetzt 229,1. Positiver Fall auch bei Kreistagssitzung.
In den Arm einer 81-Jährigen wird ein Impfstoff gegen das Coronavirus injiziert. (Symbolfoto) © dpa

Seit Montag gibt es einen Verdachtsfall der Coronavirus-Variante Omikron im Kreis Recklinghausen. Das bestätigte jetzt auch Kreis-Pressesprecherin Lena Heimers auf Nachfrage dieser Redaktion. Aus welcher Stadt die Person kommt, welchen Geschlechts sie ist, konnte und durfte laut eigener Aussage der Kreis nicht mitteilen.

Reiserückkehrer betroffen

Sicher ist nur, dass es sich um einen Reiserückkehrer bzw. eine Reiserückkehrerin handelt. So liegt der Verdacht nahe, dass es jemand ist, der rund ums Wochenende aus dem südlichen Afrika nach Deutschland zurückgekommen sein könnte. Der PCR-Test hatte ein positives Ergebnis. Nun läuft die Sequenzierung des Abstrichs, mit der festgestellt werden kann, ob es sich um die noch wenig verbreitete Omikron-Variante handelt.

Eine Person, die an der Sitzung des Kreistages am vergangenen Montag, 29. November, teilgenommen hat, ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Über das entsprechende PCR-Testergebnis wurde die Kreisverwaltung heute informiert. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Sitzung sollen auf Symptome achten, so der Kreis.

Kontaktpersonennachverfolgung läuft

Nach Rücksprache mit den Medizinern des Gesundheitsamtes kann der Kreis bereits erste Entwarnung geben: Durch die Einhaltung aller geltenden Regelungen – also 3G, Abstandsgebote und Hygieneregeln – ist eine Ansteckung weiterer Teilnehmer im Rahmen der Kreistagssitzung eher unwahrscheinlich. Weitere Maßnahmen in Form von Quarantänen oder ähnlichem müssten, so heißt es, aus diesem Grund wegen der Teilnahme an der Kreistagssitzung nicht getroffen werden. Wie in jedem anderen Fall würden eventuelle weitere Kontakte im Rahmen einer Kontaktpersonennachverfolgung ermittelt.

„Mit Blick auf die aktuelle Lage und immer weiter steigenden Zahlen, konnten wir es uns nicht vorstellen, die Sitzung im Kreishaus abzuhalten“, sagt Landrat Bodo Klimpel. Rechtlich wäre es möglich gewesen, die Sitzung auf engerem Raum im Großen Sitzungssaal in Recklinghausen durchzuführen. „Dieser Fall zeigt deutlich, dass die Entscheidung, in die Europahalle in Castrop-Rauxel auszuweichen, richtig war“, betont er.

Ein Todesfall in Marl

Im Kreis Recklinghausen ist die Inzidenz am Mittwoch gestiegen – nach einem kurzen Intermezzo mit einem sinkenden Wert am Dienstag scheint die Hoffnung schon wieder vorbei zu sein. Der vom Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldete Wert liegt am Mittwoch, 1. Dezember, bei 229,1. Am Dienstag betrug er noch 210,6, vor einer Woche lag er bei 201,1. Leider gibt es auch einen Todesfall mehr in Marl.

Im Regierungsbezirk Münster haben der Kreis Warendorf und Gelsenkirchen die 300er-Genze überschritten und den höchsten Inzidenzwert. Hier die Übersicht im Regierungsbezirk Münster laut RKI (1. Dezember, 3.32 Uhr; Vortag in Klammern):

Kreis Warend.: 310,4 (300,3)

Gelsenkirchen: 301,8 (301,4)

Kreis Borken: 269,2 (261,4)

Kreis Steinfurt: 243,4 (222,2)

Kreis RE: 229,1 (210,6)

Bottrop: 205,3 (215,5)

Kreis Coesfeld: 186,2 (177,6)

Stadt Münster: 148,5 (162,8)

Der vom Kreis RE selbst erhobene Inzidenzwert liegt am 1. Dezember bei 233,2 (Vortag: 240,2), sinkt also im Vergleich zum RKI-Wert (Stand 1. Dezember, 8.30 Uhr, Vortag in Klammern):

Gladbeck: 294,0 (308,5)

Marl: 256,2 (271,6)

Herten: 242,5 (257,0)

Waltrop: 237,5 (213,8)

Recklingh.: 231,2 (230,3)

Cas.-Rauxel: 218,8 (243,4)

Oer-Erkensch.: 215,7 (203,0)

Datteln: 210,3 (216,1)

Dorsten: 193,2 (189,2)

Haltern: 190,2 (203,5)

Gesamt: 233,2 (240,2)

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