Pandemie-Newsblog

Kreis Recklinghausen: Inzidenzwert steigt wieder an – auf 22,1

Die Zahlen zu den Corona-Infektionen im Kreis Recklinghausen aktualisieren wir regelmäßig. Wir halten Sie im Newsblog auf dem Laufenden. Am Donnerstag, 5. August, ist der Inzidenzwert wieder angestiegen - von 17,3 auf 22,1.
Das Impfzentrum des Kreises RE am Konrad-Adenauer-Platz in Recklinghausen. © Meike Holz

Update 5. August, 8.15 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist im Kreis Recklinghausen wieder deutlich gestiegen – und zwar von 17,3 am Mittwoch auf 22,1 am Donnerstag. Dabei handelt es sich um den Wert, der vom Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht wird und der entscheidend ist für die Anordnung staatlicher Maßnahmen. Der Inzidenzwert gibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen wieder.

Regierungsbezirk: In Gelsenkirchen steigt der Wert weiter

Im Regierungsbezirk Münster liegt keine Stadt und kein Kreis mehr unter dem Schwellenwert von 10. Am höchsten bleibt der Inzidenzwert in Gelsenkirchen. Er liegt jetzt bei 36,6. Die niedrigsten Zahlen registriert derzeit der Kreis Coesfeld, hier liegt der Inzidenzwert bei 10,4. Hier die Übersicht über die Inzidenzwerte aller Städte und Kreise im Regierungsbezirk, wie sie vom Landeszentrum Gesundheit veröffentlicht wurden (Stand 5. August, 0 Uhr; Vortageswert in Klammern):

– Stadt Gelsenkirchen 36,6 (30,0)

– Stadt Münster 20,6 (22,8)
– Kreis Borken
24,0 (22,6)

– Kreis Steinfurt 22,1 (21,6)

– Kreis Recklinghausen 22,1 (17,3)

– Kreis Warendorf 17,6 (15,5)

– Stadt Bottrop 17,9 (14,5)

– Kreis Coesfeld 10,4 (12,2)

Große Unterschiede zwischen den zehn Städten

Der vom Kreis Recklinghausen selbst erhobene Inzidenzwert beträgt am Donnerstag 22,8 (Vortag: 17,9). Dabei sind die Unterschiede zwischen den zehn kreisangehörigen Städten groß. Den höchsten Inzidenzwert weist Gladbeck mit 51,6 auf. Dagegen haben vier Städte im Kreis auch noch einen Wert von unter 10, am niedrigsten ist er in Waltrop mit 0,0. Hier die Situation in den kreisangehörigen Städten (Stand 5. August, 6 Uhr; Vortageswert in Klammern):

– Gladbeck 51,6 (42,3)

– Herten 38,8 (22,6)

– Dorsten 30,8 (17,4)

– Castrop-Rauxel 30,0 (31,4)
– Datteln
20,2 (11,6)

– Recklinghausen 10,8 (9,0)

– Marl 9,5 (9,5)
– Haltern 7,9 (7,9)
– Oer-Erkenschwick 6,4 (9,5)
– Waltrop
0,0 (0,0)

Gesamt 22,8 (17,9)


Der Kreis Recklinghausen meldet am Donnerstag 45 Corona-Neuinfektionen. Insgesamt gelten hier jetzt 217 Menschen als infiziert (Vortag: 185). Die Zahl der Verstorbenen liegt weiterhin bei 984. Acht Covid-19-Patienten befinden sich – Stand 5. August – in den Kliniken im Kreisgebiet in stationärer Behandlung. Vier werden auf der Intensivstation behandelt. Laut Divi-Intensivregister sind im Kreis RE 46 von 195 Intensivbetten nicht belegt.

Geimpft wurden bisher im Kreis 375.156 Personen. Davon haben 53.452 nur die Erstimpfung und 321.704 auch schon die Zweitimpfung erhalten. Seit dem 27.12.2020 wurden in den zehn Städten insgesamt 676.410 Impfdosen verabreicht. Die Zahlen auf Kreisebene sind aber nicht mehr vollständig, da die Impfungen der Betriebs- und Privatärzte fehlen. Diese geben ihre Zahlen direkt ans RKI und nicht an die Kassenärztliche Vereinigung und damit nicht an den Kreis weiter. Vollständig geimpft sind in ganz NRW 54,2 Prozent. Detaillierte Zahlen aus dem Kreis Recklinghausen:

Die detaillierten Corona-Zahlen aus den Städten vom 5. August (Fälle insgesamt, Genesene, Verstorbene, aktuell bestätigte Fälle):

Castrop-Rauxel: 3925; 3798; 88; 39

Datteln: 1851; 1757; 86; 8

Dorsten: 2951; 2848; 74; 29

Gladbeck: 4962; 4757; 151; 54

Haltern am See: 1012; 994; 13; 5

Herten: 3601; 3452; 120; 29

Marl: 4452; 4302; 124; 26

Oer-Erkenschwick: 1768; 1696; 68; 4

Recklinghausen: 6241; 5995; 225; 21

Waltrop: 1323; 1286; 35; 2

Gesamt: 32.086; 30.885; 984; 185.

Freie Terminkapazitäten in den Impfzentren

Auch im Kreis Recklinghausen dominiert nach Angaben des Gesundheitsamtes die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus das Geschehen. Experten des Robert-Koch-Instituts gehen davon aus, dass bereits bis zu 75 Prozent aller Neuinfektionen auf die erstmals in Indien aufgetauchte Mutation zurückzuführen sind. Eine vollständige Impfung gilt als bester Schutz vor Delta – vor allem auch gegen schwere Verläufe der Erkrankung. Die Impfzentren in der Region verfügen im Moment über freie Terminkapazitäten und jede Menge Impfstoff, in Recklinghausen geht es sogar seit Freitag, 9. Juli, ganz flexibel ohne Termin. Verimpft werden die mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna.

Am Samstag können wieder Kinder ab 12 Jahren geimpft werden

Jetzt können auch Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren im Recklinghäuser Impfzentrum immunisiert werden. Der Startschuss erfolgte am 28. Juli. Geimpft wird immer am Mittwoch und am Samstag zwischen 14 und 18.30 Uhr. „In dieser Zeit werden wir dann auch die entsprechenden Mediziner vor Ort haben, die die Gespräche mit den jungen Menschen und ihren Eltern führen“, erklärt Dr. Hermann Geldmann, medizinischer Leiter des Impfzentrums. Damit das eigene Kind geimpft werden kann, muss die Einwilligung aller sorgeberechtigen Personen vorliegen. Für das Aufklärungsgespräch sollte etwas mehr Zeit mitgebracht werden.

Die Impfung der Kinder und Jugendlichen ist – wie die Impfung aller – ohne vorherige Terminvereinbarung an den entsprechenden beiden Nachmittagen möglich. Mitgebracht werden sollten der Personalausweis und falls vorhanden Impfpass und Gesundheitskarte.

Frühere Impfung nach Infektion möglich

Das Land NRW hat seine Vorgaben auch in anderer Hinsicht aktualisiert: Wer mit dem Corona-Virus infiziert war, aber keine Beschwerden und somit einen asymptomatischen Krankheitsverlauf hatte, kann bereits vier Wochen nach der Labordiagnose geimpft werden – statt nach sechs Monaten. Das teilte die Kreisverwaltung mit. In Einzelfällen könne eine frühere Impfung auch bei Krankheitsverläufen mit Symptomen sinnvoll sein, hieß es. Dann sollte die Genesung wiederum, nicht das Testergebnis, mindestens vier Wochen zurückliegen. Als Nachweis müssen Genesene ihr positives PCR-Testergebnis bzw. einen Nachweis über die Genesung vorlegen. Ebenfalls kürzere Abstände sind ab sofort bei Impfungen mit dem Impfstoff Biontech möglich. Das Impfintervall soll auf den Mindestabstand von drei Wochen reduziert werden (statt bisher sechs Wochen).

Das sind die Regeln in der Inzidenzstufe 1

Seit Dienstag (27. Juli) gelten im Kreis Recklinghausen die regionalen Regeln der Inzidenzstufe 1.

  • In der Inzidenzstufe 1 werden die Kontaktbeschränkungen verschärft: Erlaubt sind dann Zusammentreffen von Personen aus bis zu fünf Haushalten ohne Personenbegrenzung, an dem auch immunisierte Personen aus weiteren Hausständen teilnehmen dürfen. In der Inzidenzstufe 0 gab es kein Limit.
  • Außerdem zulässig sind unabhängig von der Anzahl der Haushalte Zusammentreffen von bis zu 100 Personen, die alle über einen Negativtestnachweis verfügen, wobei immunisierte Personen zusätzlich teilnehmen dürfen und Kinder bis zum Schuleintritt von dem Testerfordernis ausgenommen sind.
  • Generell werden die Öffnungen in einigen Bereichen wieder vermehrt an negative Testergebnisse gebunden. So sind beispielsweise Kultur-Veranstaltungen außen und innen mit maximal 1000 Personen möglich, wenn die Besucherinnen und Besucher über ein negatives Testergebnis verfügen.
  • Partys und ähnliche Feiern sind im Freien ohne Mindestabstand und ohne Maskenpflicht mit bis zu 100 Gästen und innen mit bis zu 50 Gästen möglich, wenn ein negativer Testnachweis vorliegt und einfache Rückverfolgbarkeit sichergestellt ist.
  • Ein Freibadbesuch bleibt allerdings auch in der Stufe 1 ohne Test möglich, ebenso wie ein Besuch im Innenbereich eines Restaurants.
  • Vollständig Geimpfte und Genesene werden in NRW negativ Getesteten gleichgesetzt.

Bundes- und landesweit steigen die Inzidenzwerte

Sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene steigt die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen weiter an: So liegt Nordrhein-Westfalen laut RKI am Donnerstag bei 28,4 (Vortag: 27,3). Auch die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist gestiegen und liegt nun bei 19,4 (Vortag: 18,5). Wie das Robert Koch-Institut am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 3539 Neuinfektionen sowie 26 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert.

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