Schulstart am Mittwoch

Polizei im Kreis Recklinghausen kündigt scharfe Kontrollen an

Im vergangenen Jahr sind weniger Kinder auf dem Schulweg verunglückt. Doch das ist nach Einschätzung des Präsidiums Recklinghausen kein Trend, sondern ausschließlich der Pandemie geschuldet.
Bilder dieser Art wird es ab Mittwoch in den Städten des Kreises Recklinghausen wieder häufig geben. Der Schulweg ist nicht ohne Risiko. © picture alliance / dpa

Im vergangenen Jahr sind lediglich 23 Kinder in den Städten des Kreispolizeibezirks Recklinghausen auf dem Schulweg verunglückt und verletzt worden – 36 weniger als 2019. Das ist für die Polizei jedoch kein Anlass, dem Schulstart am Mittwoch dieser Woche weniger Aufmerksamkeit zu widmen. Im Gegenteil: Das Präsidium Recklinghausen, zuständig für den Kreis Recklinghausen und die Stadt Bottrop, kündigte für die nächsten Wochen gezielte Maßnahmen der Schulwegsicherung an – Strafen für zu schnelles Fahren oder gefährliches Parken mit eingeschlossen.

Die geringere Zahl der Schulwegunfälle im letzte Jahr führt die Polizei ausschließlich darauf zurück, dass der Unterricht pandemiebedingt wochenlang auf Distanz stattfand und ein Großteil der Kinder, sofern sie sich nicht in der Notbetreuung befanden, sich überhaupt nicht auf den Weg machen musste. In dieser Woche startet jedoch wieder der Präsenzunterricht auf breiter Front – für I-Dötzchen ebenso wie für Kinder und Jugendliche an weiterführenden Schulen.

Konsequentes Vorgehen gegen Falschparker an Schulen

Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen: „Kinder gehören zu den schwächsten Teilnehmern im Straßenverkehr. Ihnen fällt es oft schwer, Verkehrssituationen richtig einzuschätzen.“ Daher sei vor allem auch mit Fehlverhalten von Kindern im Straßenverkehr zu rechnen. Aus diesem Grund seien nicht nur die Begleitpersonen, sondern alle Verkehrsteilnehmer gefordert, sich darauf einzustellen, so die Polizeipräsidentin.

Konsequent einschreiten will die Polizei nach eigenen Angaben auch gegen Falschparker an Schulen. Gerade wenn das Kind „nur eben schnell“ an der Schule abgesetzt werden solle, sei das mit vielen Gefahren für die Jüngsten verbunden. Falschparker, so das Präsidium, stellen eine potenzielle Sichtbehinderung im Straßenverkehr dar – nicht nur für die Kinder selbst, da sie herannahende Autos erst spät bemerken, sondern auch für andere Autofahrer, da die falsch abgestellten Fahrzeuge die Sicht auf die Kinder oftmals verdecken. Oder aber die Kinder müssten die Falschparker umlaufen und dabei unnötigerweise auf die Straße treten.

Eltern sollten „sicheren Schulweg“ mit ihren Kindern planen

Verkehrsteilnehmer müssen vor allem auch mit verstärkten Geschwindigkeitsmessungen im Bereich von Schulen und auf den Schulwegen rechnen. Ebenso wollen die Beamtinnen und Beamten der Kreispolizei ihre Aufmerksamkeit auf die Kindersicherung im Auto (Gurt, Kindersitz), das richtige Aussteigen der Kinder aus dem Auto, die Verkehrssicherheit von Fahrrädern (Beleuchtung, technische Einrichtungen) oder das Tragen von Fahrradhelmen richten.

Die Polizei appelliert zudem an die Eltern, ihre Jüngsten mit der Planung eines „sicheren Schulwegs“ zu unterstützen. Der Weg sollte vor Schulbeginn zusammen mit den Kleinen begangen werden. Dabei könnten notwendige und richtige Verhaltensweisen im Straßenverkehr noch einmal konkret besprochen werden. Ebenso könne die „richtige“ Kleidung zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr beitragen. Empfohlen werden hier helle und gut sichtbare Bekleidung sowie lichtreflektierende Applikationen. Die helfen vor allem in der dunklen Jahreszeit und bei schlechten Witterungsverhältnissen dabei, dass das Kind nicht übersehen wird.

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