Rolf Abrahamsohn war der letzte Zeitzeuge für die NS-Judenverfolgung im Kreis Recklinghausen. Im vergangenen Dezember ist er im Alter von 96 Jahren verstorben. © Archiv
Schule

Publikation soll Erinnerungen an Abrahamsohn und den Holocaust wachhalten

„Rolf Abrahamsohn - Holocaust-Überlebender und Zeitzeuge“: So lautet der Titel eines Themenheftes. Es soll den Schulen im Kreis Recklinghausen ermöglichen, am 27. Januar an den verstorbenen Marler zu denken.

Wenn Rolf Abrahamsohn zu Schulbesuchen eingeladen war, habe er die Tage davor und danach nicht schlafen können, sagt Gerda E.H. Koch: „Er war traumatisiert. Es fiel ihm so schwer, über die Zeit des Nationalsozialismus zu reden“ – vor allem über seine Leidensgeschichte und die seiner Familienangehörigen und Freunde in mehreren Konzentrationslagern. Aber Abrahamsohn habe es nach anfänglichem Zögern doch getan, habe als Zeitzeuge Schülerfragen beantwortet. „Weil er es als Verpflichtung gesehen hat, für die vielen zu sprechen, die es nicht mehr können – damit Hitler nicht das letzte Wort hat.“

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Über den Autor
Redakteur
Jahrgang 1972. Recklinghäuser. Hat in Göttingen studiert (Diplom-Sozialwirt) – und parallel dazu als freier Sportjournalist gearbeitet. Volontariat beim Medienhaus Bauer. Anschließend Politik-/Nachrichtenredaktion. Seit 2005 in der Regional- bzw. Kreisredaktion. Fühlt sich in der Stadionkurve genauso wohl wie im großen Saal des Ruhrfestspielhauses. Filmpreisträgerin oder Vierlingsmutter, ehrenamtlicher Seelsorger oder professioneller Sportler, Existenzgründerin oder Holocaust-Überlebender: Es sind die Begegnungen mit Menschen, die er an seinem Beruf so schätzt.
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Markus Geling

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