Pandemie-Newsblog

Kreis RE: Zwölf Todesfälle, 923 Neuinfektionen – Inzidenz steigt stark an

Die Zahlen zur Corona-Situation im Kreis Recklinghausen aktualisieren wir im Newsblog regelmäßig. Die Sieben-Tage-Inzidenz hat am Donnerstag, 29. September, einen großen Sprung nach oben gemachen.
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Update 29. September, 7.45 Uhr

Bei den Corona-Infektionen ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Recklinghausen stark gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Donnerstag, 29. September, für den Kreis einen Inzidenzwert von 331,1 veröffentlicht. Am Mittwoch lag die Inzidenz noch bei 235,6. Am Donnerstag vor einer Woche betrug der Wert im Kreis 220,1. Die Entwicklung ist derzeit also eindeutig negativ.

Auch landes- und bundesweit sind die Inzidenzwerte weiter gestiegen: In NRW beträgt die Inzidenz, die die Zahl der Neuinfektionen in den zurückliegenden sieben Tagen je 100.000 Einwohner wiedergibt, am Donnerstag 338,6 (Vortag: 299,7), im Bund 409,9 (Vortag: 379,6).

Allerdings sind die Inzidenzwerte grundsätzlich mit Vorsicht zu betrachten: Fachleute gehen davon aus, dass eine hohe Zahl an Fällen nicht in den RKI-Daten erfasst ist. Ein Grund dafür: ein überlastetes Melde- und Testsystem. Eine Rolle könnte auch spielen, dass einige Menschen ihren positiven Selbst- oder Schnelltest nicht mit einem PCR-Test abklären lassen. Sie tauchen dann nicht in der Statistik auf. Auch Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme können das Bild verzerren. Oder eben die Tatsache, dass viele Bundesländer am Wochenende Zahlen gar nicht oder nicht vollständig ans Robert Koch-Institut (RKI) melden.

Bei der Bewertung der Corona-Lage werden auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz wird jedoch nur landesweit ausgewiesen (siehe unten).

Regierungsbezirk: Niedrigste Inzidenz in Gelsenkirchen

Im Regierungsbezirk Münster sind die Inzidenzen überall gestiegen – und besonders stark im Kreis Recklinghausen. Am günstigsten sieht die Situation aktuell noch in Gelsenkirchen aus; die höchste Inzidenz hat der Kreis Warendorf. Nachfolgend die Übersicht über den Regierungsbezirk Münster (Quelle: RKI, Stand: 29. September, 3.08 Uhr, Vortageswerte in Klammern):


Kreis Warendorf: 432,5 (367,0)

Kreis Coesfeld: 385,8 (347,4)

Münster: 356,6 (310,7)

Kreis RE: 331,1 (235,6)

Kreis Steinfurt: 311,0 (276,1)

Bottrop: 306,9 (255,7)

Kreis Borken: 303,3 (267,9)

Gelsenkirchen: 254,5 (239,1)

NRW-weit hat der Kreis Euskirchen (505,4) jetzt die negative Spitzenposition inne, am unteren Ende steht Krefeld (76,2). Und so sieht die Situation in den Nachbarregionen des Vests im Ruhrgebiet aus: Dortmund kommt auf eine Inzidenz von 326,8, Herne auf 349,9, Essen auf 303,7, Bochum auf 304,0, der Kreis Unna auf 403,2 und der Kreis Wesel auf 335,3.

Kreis RE: RKI meldet 923 Neuinfektionen – nach 60 am Vortag

Der Kreis Recklinghausen hat gemeinsam mit seinen zehn Städten beschlossen, die detaillierte Veröffentlichung der Zahlen auf einen Tag in der Woche zu beschränken. Es werden immer freitags die Daten für die kreisangehörigen Städte zur Verfügung gestellt (siehe unten), nicht mehr täglich. Der Kreis meldet seine Daten nach eigenen Angaben jedoch täglich an die übergeordneten Behörden – allerdings mit Ausnahme vom Wochenende. Der Statistik des RKI für Donnerstag, 29. September, ist zu entnehmen, dass die Zahl der seit Pandemiebeginn registrierten Corona-Fälle im Kreis Recklinghausen bei 208.281 liegt. Es sind also 923 Neuinfektionen hinzugekommen. Am Vortag waren es nur 60. Dieser gewaltige Unterschied habe mit technischen Übermittlungsproblemen am Dienstag zu tun, heißt es dazu aus der Pressestelle des Kreishauses.

Darüber hinaus meldet das RKI zwölf Todesfälle: Verstorben sind in Datteln ein 90-jähriger Mann, in Dorsten eine 85 Jahre alte Frau, in Gladbeck eine 86-jährige Frau, in Herten zwei Frauen im Alter von 80 und 93 Jahren und ein 86-jähriger Mann, in Marl zwei Frauen im Alter von 86 und 95 Jahren sowie zwei Männer im Alter von 77 und 83 Jahren, in Oer-Erkenschwick eine 80-jährige Frau sowie in Recklinghausen eine 60-jährige Frau. Damit ist die Zahl der Todesfälle im Kreis Recklinghausen auf 1.494 gestiegen.

Die jüngsten lokalen Daten aus dem Kreis:

Hier die Zahlen vom Kreis Recklinghausen für die zehn kreisangehörigen Städte – vom Freitag, 23. September. Im Vergleich zur Vorwoche ist der Inzidenzwert in der Mehrheit der Städte gestiegen, teilweise sogar deutlich. Am höchsten ist die Inzidenz aktuell in Herten, am niedrigsten in Oer-Erkenschwick. Und so sieht die Situation in den zehn kreisangehörigen Städten konkret aus (Stand: 23. September, 7.30 Uhr; der Wert vom 16. September in Klammern):

Herten: 281,3 (242,5)

Haltern: 280,1 (282,7)

Castrop-Rauxel: 277,6 (237,9)

Marl: 244,3 (226,5)

Dorsten: 234,9 (230,8)

Recklinghausen: 222,2 (200,5)

Waltrop: 213,8 (91,6)

Gladbeck: 200,0 (237,0)

Datteln: 184,4 (138,3)

Oer-Erkenschwick: 152,2 (104,7)

Gesamt: 234,0 (212,4)

In der folgenden Übersicht ist die Zahl der bisherigen Corona-Fälle insgesamt in den jeweiligen Städten sowie die Zahl der Verstorbenen aufgelistet (Stand: Freitag, 23. September):

Castrop-Rauxel: 24.181; 147;

Datteln: 10.168; 113;

Dorsten: 25.862; 128;

Gladbeck: 26.057; 205;

Haltern am See: 11.572; 33;

Herten: 22.426; 176;

Marl: 28.441; 180;

Oer-Erkenschwick: 9979; 110;

Recklinghausen: 39.744; 326;

Waltrop: 7986; 57;

Gesamt: 206.416; 1475;

Fünf Corona-Patienten liegen auf der Intensivstation

Laut Divi-Intensivregister (Stand: 29. September, 7.18 Uhr) befinden sich im Kreis Recklinghausen fünf Corona-Patienten auf der Intensivstation (Vortag: 5), davon muss eine Person künstlich beatmet werden (Vortag: 1). Zurzeit sind 38 von 185 Intensivbetten frei. Das sind 20,54 Prozent (Vortag: 21,08). Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt im Kreis bei 2,7 Prozent (Vortag: 2,7).

Die Impfquote in NRW verändert sich kaum

Der Kreis Recklinghausen veröffentlicht keine kreisweiten Impfzahlen mehr, sondern verweist in seinem Dashboard nur noch auf die Impfquoten des Landes. Vollständig geimpft sind in ganz NRW demnach 79,4 Prozent, unvollständig weitere 2,3 Prozent der Menschen (Stand: 21. September 2022). Die Impfquote hat sich damit innerhalb der letzten Wochen kaum verändert.

Die aktuellen Öffnungszeiten der Impfstellen

Ab sofort, 24. September, verabreicht der Kreis Recklinghausen den auf die Omikron-Varianten BA.1 und BA.4/5 angepassten Corona-Impfstoff von Biontech in seinen kommunalen Impfstellen.

Die aktuellen Öffnungszeiten der beiden kommunalen Impfstellen des Kreises Recklinghausen: In Marl an der Bachstraße 34 wird jeden Freitag von 15 bis 19 Uhr geimpft, in Recklinghausen an der Kölner Straße 20 jeden Samstag von 14 bis 18 Uhr. Die beiden Impfstellen sind für den gesamten Kreis Recklinghausen zuständig.

Darüber hinaus besteht auch weiterhin für alle die Möglichkeit, sich bei niedergelassenen Ärzten und in einigen Apotheken gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. In Arztpraxen wird auch teilweise bereits der neue angepasste Corona-Impfstoff verimpft. Mehr Informationen zu den Impfungen gibt es auf www.kreis-re.de/coronaimpfung.

Weitere Impfmöglichkeiten:

– Marl, Paracelsus-Klinik (Kapelle), Öffnungszeiten: mittwochs und donnerstags, jeweils 16 bis 20 Uhr, Erst- und Zweitimpfungen sowie Boosterimpfungen, Anmeldung erforderlich: www.klinikum-vest.deoder Tel. 02361 5684917 (werktags von 8 bis 12 Uhr)

– Recklinghausen, Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen (Pflegeschule), Dorstener Straße 151, Öffnungszeiten: montags, dienstags, freitags und samstags jeweils 16 bis 20 Uhr, Erst- und Zweitimpfungen sowie Boosterimpfungen, Anmeldung erforderlich: www.klinikum-vest.deoder Tel. 02361 5684917 (werktags von 8 bis 12 Uhr)

Der Kreis Recklinghausen hat einen Handlungsleitfaden entwickelt. Der ist zu finden unter: www.kreis-re.de/positiv.

Bundesweit 78.863 Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 409,9 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 379,6 gelegen (Vorwoche: 281,1; Vormonat: 242,5). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 78.863 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 56.978) und 94 Todesfälle (Vorwoche: 106) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 33.216.006 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Insgesamt sind bundesweit 149.808 Menschen in Verbindung mit dem Virus gestorben.

Im Saarland ist die Inzidenz am höchsten

In Nordrhein-Westfalen liegt der Inzidenzwert am Donnerstag bei 338,6 (Vortag: 299,7). Den höchsten Wert unter den Bundesländern hat derzeit das Saarland (714,4), den niedrigsten Hamburg (185,3).

Die für die Lagebewertung wichtige Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt in Nordrhein-Westfalen laut Landeszentrum Gesundheit (LZG) am Donnerstag bei 6,10 (Vortag: 5,68).

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