Pandemie-Newsblog

Kreis RE: Die Inzidenz schießt in die Höhe – das war zu erwarten

Die Zahlen zur Corona-Situation im Kreis Recklinghausen aktualisieren wir im Newsblog regelmäßig. Am Dienstag, 17. Mai, ist die Inzidenz deutlich angestiegen - von 299,2 auf 386,2.
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Update 17. Mai, 7.30 Uhr

Bei den Corona-Neuinfektionen ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Recklinghausen deutlich angestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Dienstag, 17. Mai, einen Wert von 386,2, am Vortag lag dieser bei 299,2, am Dienstag vor einer Woche bei 430,4. Allerdings kommt dieser Sprung nicht überraschend, da das Kreisgesundheitsamt am Samstag und Sonntag keine Daten an das RKI übermittelt hat. Die Zahl der Neuinfektionen für Samstag und Sonntag sind am Montag nachgemeldet und erst in der Nacht zum Dienstag im Dashboard des RKI ausgewiesen worden.

Landes- und bundesweit sind die Inzidenzwerte leicht gesunken. NRW weist am Dienstag eine Inzidenz von 404,6 auf (Vortag: 411,9), der Bund einen Wert von 437,6 (Vortag: 439,2).

Die Inzidenzwerte sind grundsätzlich mit Vorsicht zu betrachten: Fachleute gehen davon aus, dass eine hohe Zahl an Fällen nicht in den RKI-Daten erfasst ist. Ein Grund dafür: ein überlastetes Melde- und Testsystem. Eine Rolle könnte auch spielen, dass einige Menschen ihren positiven Selbst- oder Schnelltest nicht mit einem PCR-Test abklären lassen. Sie tauchen dann nicht in der Statistik auf. Auch Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme können das Bild verzerren.

Bei der Bewertung der Corona-Lage werden auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz wird jedoch nur landesweit ausgewiesen (siehe unten).

Regierungsbezirk: Kreise Steinfurt und Coesfeld weiter vorn

Im Regierungsbezirk Münster ist die Entwicklung uneinheitlich. Die Kreise mit der höchsten Inzidenz – Steinfurt und Coesfeld – belegen im Negativ-Ranking von ganz NRW die Plätze zwei und drei. In den Nachbarregionen des Vests im Ruhrgebiet sieht die Situation damit verglichen besser aus: Herne kommt auf eine Inzidenz von 395,7, Dortmund auf 464,0, Essen auf 322,1, Bochum auf 399,0 der Kreis Unna auf 512,2 und der Kreis Wesel auf 359,0.

Nachfolgend die Übersicht über den Regierungsbezirk Münster, wie man sie dem Dashboard des RKI entnehmen kann (Stand: 17. Mai, 3.11 Uhr; Vortageswerte in Klammern):

Kreis Steinfurt: 632,8 (734,1)
Kreis Coesfeld:
625,7 (628,4)

Kreis Borken: 577,3 (477,3)

Kreis Warendorf.: 552,6 (519,1)

Münster: 465,9 (474,7)

Kreis RE: 386,2 (299,2)

Gelsenkirchen.: 369,0 (323,4)

Bottrop: 345,9 (357,8)

RKI: 628 Neuinfektionen im Kreis RE

Der Kreis Recklinghausen hat gemeinsam mit seinen zehn Städten beschlossen, die detaillierte Veröffentlichung der Zahlen auf einen Tag in der Woche zu beschränken. Es werden immer freitags die Daten für die kreisangehörigen Städte zur Verfügung gestellt, nicht mehr täglich. Der Kreis meldet seine Daten nach eigenen Angaben jedoch – mit Ausnahme am Wochenende – täglich an die übergeordneten Behörden. Der Statistik des Robert-Koch-Instituts für Dienstag, 17. Mai, ist zu entnehmen, dass die Zahl der seit Pandemiebeginn registrierten Corona-Fälle im Kreis RE bei 160.640 liegt. Es sind folglich 628 Neuinfektionen hinzugekommen.

Die Zahl der Menschen, die im Kreis Recklinghausen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus verstorben sind, liegt bei 1310. Laut RKI sind zehn Todesfälle hinzugekommen.

Die jüngsten lokalen Daten aus dem Kreis:

Der vom Kreis Recklinghausen selbst veröffentlichte Inzidenzwert liegt am Freitag, 13. Mai, bei 399,4. Den höchsten Inzidenzwert weist nach wie vor Haltern auf. Aber außer der Seestadt liegt keine Stadt im Kreis RE jetzt noch über der 500er-Marke. Und so sieht die Situation in den zehn kreisangehörigen Städten konkret aus (Stand: 13. Mai, 7.30 Uhr; der Wert vom 6. Mai in Klammern):

Haltern: 589,2 (626,2)

Dorsten: 471,0 (496,5)

Marl: 424,6 (427,0)
Recklingh.:
398,4 (494,1)
Herten:
384,7 (496,3)

Cas.-Rauxel: 382,9 (454,0)

Oer-Erkensch.: 342,5 (314,0)
Gladbeck:
337,7 (395,9)
Waltrop:
322,3 (397,0)

Datteln: 293,8 (391,8)

Gesamt: 399,4 (457,0)

In der folgenden Übersicht ist die Zahl der bisherigen Corona-Fälle insgesamt in den jeweiligen Städten sowie die Zahl der Verstorbenen aufgelistet (Stand: Freitag, 13. Mai):

Castrop-Rauxel: 18.541; 129;

Datteln: 8146; 105;

Dorsten: 18.797; 109;

Gladbeck: 20.339; 190;

Haltern am See: 8480; 22;

Herten: 17.720; 159;

Marl: 21.836; 152;

Oer-Erkenschwick: 8081; 95;

Recklinghausen: 31.065; 291;

Waltrop: 6589; 48;

Gesamt: 159.594; 1300;

Sechs Corona-Patienten liegen auf der Intensivstation

Laut Divi-Intensivregister (17. Mai, 7.18 Uhr) befinden sich im Kreis Recklinghausen sechs Corona-Patienten auf der Intensivstation (Vortag: 6), aktuell müssen zwei Patienten künstlich beatmet werden (Vortag: 2). Zurzeit sind 39 von 197 Intensivbetten frei. Das sind 19,8 Prozent. Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt im Kreis bei 3,05 Prozent.

Im Kreis RE sind mehr als 396.000 Menschen geboostert

Die vom Kreis im Dashboard veröffentlichte Zahl der Impfungen ist nicht aktuell. Die letzte Angabe stammt vom 8. Mai. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden im Kreis 455.442 Personen geimpft. Davon haben 10.650 erst einen unvollständigen Impfschutz, 444.792 sind vollständig geimpft. Eine Booster-Impfung haben 396.736 Menschen bekommen. Vom 27. Dezember 2020 bis zum 8. Mai 2022 wurden in den zehn Städten insgesamt 1.282.021 Impfdosen verabreicht. Die Zahlen auf Kreisebene sind aber nicht vollständig, da die Impfungen der Betriebs- und Privatärzte fehlen. Diese geben ihre Zahlen direkt ans RKI und nicht an die Kassenärztliche Vereinigung und damit nicht an den Kreis weiter. Vollständig geimpft sind in ganz NRW 79 Prozent, unvollständig weitere 2,5 Prozent der Menschen (Stand: 11. Mai 2022).

Nur noch drei kommunale Impfzentren im Kreis RE

Seit dem 1. April gibt es nur noch drei kommunale Impfstellen im Kreis Recklinghausen. Folgende Öffnungszeiten gelten:

– Castrop-Rauxel, Europaplatz (seitlicher Eingang der Stadthalle), freitags 11 bis 17 Uhr und samstags 11 bis 17 Uhr; am 20., 27. und 28. Mai hat die Impfstelle geschlossen. Termine: www.castrop-rauxel.de/impftermin

– Dorsten, Altstadttreff am Hauptbahnhof, Auf der Bovenhorst 9, mittwochs 15 bis 18 Uhr; Termine: www.dorsten.de/impfzentrum

– Recklinghausen, DRK-Kreisverband Recklinghausen, Kölner Str. 20, samstags 14 bis 18 Uhr. Impfungen ohne Termin.

An allen drei Impfstellen werden Impfungen mit den Impfstoffen von BioNTech, Moderna und Novavax sowie Kinderimpfungen angeboten.

Weitere Impfmöglichkeiten:

– Marl, Paracelsus-Klinik (Kapelle), Öffnungszeiten: mittwochs und donnerstags, jeweils 16 bis 20 Uhr, Erst- und Zweitimpfungen sowie Boosterimpfungen, Anmeldung erforderlich: www.klinikum-vest.de oder Tel. 02361 5684917 (werktags von 8 bis 12 Uhr)

– Recklinghausen, Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen (Pflegeschule), Dorstener Straße 151, Öffnungszeiten: montags, dienstags, freitags und samstags jeweils 16 bis 20 Uhr, Erst- und Zweitimpfungen sowie Boosterimpfungen, Anmeldung erforderlich: www.klinikum-vest.de oder Tel. 02361 5684917 (werktags von 8 bis 12 Uhr)

Der Kreis Recklinghausen hat einen Handlungsleitfaden entwickelt. Der ist zu finden unter: www.kreis-re.de/positiv.

Bundesweit sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz leicht

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 437,6 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 439,2 gelegen (Vorwoche: 522,7; Vormonat: 834,3). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 86.252 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 107 568 registrierte Ansteckungen) und 215 Todesfälle (Vorwoche: 218) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 25.818.405 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die bundesweit niedrigste Inzidenz hat Thüringen

In Nordrhein-Westfalen ist der Inzidenzwert am Dienstag gesunken – auf 404,6 (Vortag: 411,9). Die höchste Inzidenz gibt es weiter in Schleswig-Holstein (615,7), die niedrigste in Thüringen (183,8).

Die für die Lagebewertung wichtige Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt in Nordrhein-Westfalen laut Landeszentrum Gesundheit (LZG) am Dienstag bei 3,72 (Vortag: 4,39).

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