„The Menu“ In diesem Restaurant wird Rache kalt serviert

Freier Mitarbeiter
20th Century Studios
Perfektion ist das Ziel: Ralph Fiennes spielt den Chefkoch, der seinem Team auf die Finger guckt. © 20th Century Studios
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Ja, es gibt Angeber, die 1200 Mäuse für Menüs vom Spitzenkoch hinblättern. Bei Meistern am Herd, deren Kreationen nach Kunstwerk und Skulptur aussehen.

In dieser Fine Food-Szene ist Mark Mylods „The Menu“ angesiedelt. Auch als Kommentar zum Verhältnis von Sternekoch und Restaurantkritik und als böse Groteske mit Schockelementen.

Der Koch ist Exzentriker

Auf einer Insel steht der Gourmet-Tempel vom großen Küchen-Zampano Julian Slowik (lächelnd diabolisch: Ralph Fiennes), der zum Gala-Event zwölf Gäste begrüßt. Den Hollywood-Star (John Leguizamo), eine Gastro-Kritikerin, den Food-Nerd Tyler (Nicholas Hoult).

Slowik ist als Exzentriker bekannt, aber das Dinner (jeder Gang in Großaufnahme gefeiert) wird immer bizarrer. Der Maitre regiert sein Küchenteam wie ein Diktator. Er blafft die Gäste an, gefälligst zu essen und serviert Tortillas, denen Bilder von Verfehlungen des Gastes eingraviert sind.

Dem Krimi-Dinner entkommt keiner

Der Mann hat ein Hühnchen mit ihn uns zu rupfen, dämmert es der Tafelrunde. Die Leute sind Teil eines Krimi-Dinners, dem sie nicht entkommen. Aufpasser vereiteln jeden Fluchtversuch. Es naht der nächste Gang, guten Appetit!

Der Genuss liegt auf Seiten des Gastgebers, seine Kunden aber fallen in Starre, als Blut fließt und Horror Einzug hält

Nach einem perfiden Plan

Slowik spult einen perfiden Plan ab, er rächt die Demütigungen, die seiner Zunft widerfahren. Der Mann ist irre, das Film-Szenario verrücktester Kintopp. Und wenn schon: Es macht diebisch Spaß, wenn Dienstleister zurückschlagen und reiche Snobs die Zeche zahlen!

Die Spannung steigt, als Margot (gut: Anya Taylor-Joy) kackfrech Fast Food ordert und Slowik herausfordert. Haha: Ihr fettiger Cheeseburger (to go!) sieht am Ende viel leckerer aus als Slowiks Edelhappen.