In den Lüner Stadtrat will eine zusätzliche Fraktion einziehen. Der Bürgermeister hat das aber verwehrt. © Sylvia vom Hofe
Meinung

AfD-Streit in Lünen: Neue Fraktion wäre politischer Etikettenschwindel

Eine „AfD-Bürgerfraktion“ zusätzlich zur AfD-Fraktion wird es im Lüner Stadtrat nicht geben. Gut so, findet unsere Autorin. Denn das wäre staatlich alimentierter Etikettenschwindel gewesen.

Streit ist nichts Schlechtes in der Politik. Dahinter verbirgt sich meistens das engagierte Ringen um die beste Lösung. Dass ein solcher Streit auch einmal innerhalb einer Partei oder Fraktion aufflammt, finde ich daher völlig in Ordnung, denn auch Fraktionszwang hat seine Grenzen. Und dass sich alle in einer Partei sympathisch sein müssen, ist ein Gerücht. Am Ende müssen sich die Mitglieder in grundsätzlichen Fragen immer wieder zusammenraufen. Denn diese inhaltliche Klammer braucht es innerhalb einer Fraktion. Die Lüner AfD will das gerade auf den Kopf stellen.

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Über die Autorin
Leiterin des Medienhauses Lünen
Leiterin des Medienhauses Lünen Wer die Welt begreifen will, muss vor der Haustür anfangen. Darum liebe ich Lokaljournalismus. Ich freue mich jeden Tag über neue Geschichten, neue Begegnungen, neue Debatten – und neue Aha-Effekte für Sie und für mich. Und ich freue mich über Themenvorschläge für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen.
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