Meinung

Aus Lesen wird ein Wettbewerb: Junge Menschen, greift wieder zum Buch!

Lesen bildet: so stumpf der Satz klingt, so wahr ist er doch. Bei einer jungen Lünerin geht es beim Schmökern sogar bis hin zu großen Wettbewerben. Bitte nachmachen, findet unsere Autorin.
Immer weniger Jugendliche lesen in ihrer Freizeit Bücher. Schade, findet unsere Autorin. Vorteile gibt es nämlich genug.
Immer weniger Jugendliche lesen in ihrer Freizeit Bücher. Schade, findet unsere Autorin. Vorteile gibt es nämlich genug. © picture alliance/dpa

Leseratte, Bücherwurm – was gibt es nicht alles für Begrifflichkeiten, die Menschen umschreiben, die in ihrer Freizeit gern in einem guten Roman, Krimi oder Thriller schmökern. Ich kann mich noch genau erinnern, wie viele Bücher ich in meiner Jugendzeit nur so verschlungen habe. Meine Eltern kamen kaum hinterher, wieder neuen Lesestoff heranzuschaffen.

Heute sieht das bei jungen Menschen ganz anders aus. Laut einer JIM-Studie aus dem Jahr 2021 nehmen nur noch 32 Prozent der Jugendlichen regelmäßig ein Buch in gedruckter Form in die Hand. In den vergangenen zehn Jahren war dieser Wert noch nie so niedrig.

Lesen bringt viele Vorteile mit sich – gerade im jungen Alter

Umso schöner ist es da, dass es Kinder wie die 12-jährige Lünerin Emma Overhaus gibt, die aus dem Lesen sogar einen Wettbewerb machen. Die Sechstklässlerin will sich mit Anderen im Vorlesen messen. Beste Vorleserin der Lüner Sechstklässler ist sie schon.

In einer Welt voll mit Social-Media, Netflix und Co. ist es bewundernswert, dass ein junger Mensch noch gern zum Buch greift. Dabei können Mädchen und Jungen in jungem Alter so viele Vorteile aus dem Lesen mitnehmen. Sie tauchen in eine andere Welt ab, weit weg vom Alltag. Und sie verbessern womöglich ihren Wortschatz und ihr Wissen – denn wie heißt es so schön: Lesen bildet. Mit Blick auf die JIM-Studie sind vielleicht auch die Schulen in der Pflicht, Jugendliche mehr zum Lesen zu bringen. Die Teilnahme an Vorlese-Wettbewerben könnten dabei ein guter Anfang sein.

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