Meinung

Wer sich über die Eispreise ärgert, der kann sein Eis schlecht genießen

Die Kosten für eine Kugel Eis steigen auch in diesem Jahr wieder. Eine Kugel kostet in Lünen mindestens 1,20 Euro. Es gibt genau zwei Möglichkeiten damit umzugehen, findet unser Autor.
Die Auswahl in den Lüner Eisdielen ist in den letzten Jahren gestiegen. Der Preis aber auch.
Die Auswahl in den Lüner Eisdielen ist in den letzten Jahren gestiegen. Der Preis aber auch. © Sebastian Schneider

Früher war es doch so, der Eiswagen fährt die Straße hoch und klingelt. Mit 1,20 Euro in der Hand weiß ich genau, das reicht für zwei Kugeln – Zitrone und Vanille für je 60 Cent. Heute bekommt man für 1,20 Euro in Lünen mit Glück noch eine einzige Kugel.

Diese Rechnung kann jeder für sich selbst machen. Bei vielen dürften aus Cent Pfenning werden und statt zwei Kugeln würden sie für den heutigen Preis sogar drei, vier oder mehr bekommen. Das Ergebnis bleibt gleich, früher war Eis günstiger.

Alle Theorie ändert aber nichts an den Tatsachen. Eine Kugel kostet aktuell nun mal mindestens 1,20 Euro. Auch die Gründe lassen sich nicht wegdiskutieren. Wenn Material- und zum Glück auch Personalkosten steigen, dann gilt das auch für den Endpreis.

Darauf gibt es genau zwei sinnvolle Reaktion darauf: Entweder man kauft sich kein Eis. Punkt. Oder aber man akzeptiert den Preis und genießt. Der denkbar schlechteste Mittelweg ist hingegen, sich erst das Eis zu kaufen und sich dann beim Schlecken über den Preis zu ärgern. Oder gar den Eisverkäufer zur Rechtfertigung auffordern.

Darauf erstmal eine Kugel Cookies und eine Kugeln veganes Maracuja-Sorbet. Solche exotischen Sorten gab es damals nämlich auch noch nicht. Von Hundeeis in der Geschmacksrichtung Leberwurst ganz zu schweigen.

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