Neubau in Marl

Das Hospiz wird eingerichtet

Ob Tasse, Teller, Messer, Gabel oder eine komplette Zimmereinrichtung - auch bei der Ausstattung des Klara Hospizes setzt der Förderverein auf Spenden.
Am Lipper Weg macht der Neubau für das Klara Hospiz weiter Fortschritte. © Meike Holz

Mit dem Deckenfest und der Grundsteinlegung feierten die Klara Hospiz gGmbH und der Förderverein Klara Hospiz im August ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zur Eröffnung des stationären Hospizes für Marl und Umgebung am Lipper Weg in Hüls.

Inzwischen sind die nächsten Stationen bis zur Eröffnung geplant. Der Bau liegt trotz der Corona-Pandemie noch im Zeitplan. Auch wie die Inneneinrichtung aussehen soll, steht mittlerweile fest. Um die Ausstattung auch mit Hilfe von Spenden zu finanzieren, hat der Förderverein Klara Hospiz jetzt die Möbelspende gestartet.

Auf seiner Internetseite listet der Verein auf, was für die Einrichtung gebraucht wird. Für die komplette Ausstattung sind rund 340.000 Euro veranschlagt.

Von Brotkorb bis Isolierkanne

Dazu gehören unter anderem eine komplette Einbauküche für den Gemeinschaftsbereich, ein Wintergarten für Gäste, Angehörige und Pflegepersonal. Was für die Zimmer der schwerkranken Hospizgäste benötigt wird, steht auf einer Liste, auf einer anderen sind Geschirr und weitere Küchenausstattung vom Brotkorb bis zur Isolierkanne zu finden. „Es gibt Spendenmöglichkeiten für jeden Geldbeutel“, betont die Vorsitzende des Fördervereins Klara Hospiz, Dr. Ulrike Bertlich. „Und wer sich für keinen Artikel auf unserer Liste entscheiden kann, hilft uns auch mit einem Geldbetrag weiter.“

Im Spendenbuch auf der Internetseite des Vereins werden die Geberinnen und Geber auf Wunsch namentlich aufgeführt.

Spezialist hilft bei der Ausstattung

Ein komplettes Hospiz auszustatten, ist für einen ehrenamtlich geführten Verein und die Vertreter der Klara Hospiz gGmbh kein alltägliches Geschäft. „Wir wollten helle Hölzer und freundliche Farben“, so Ulrike Bertlich. Fündig wurden die Marler in Lünen bei dem Objekteinrichter Wagner, einem Spezialisten für Inneneinrichtungen von Krankenhäusern, Altenheimen und Hospizen. Auch die Inneneinrichtungen der neu gebauten Hospize in Datteln und Recklinghausen stammen von dort.

Jetzt steht der komplette Hausstand – zumindest auf dem Papier. Gemütliche Ohrensessel und Tische für den Gemeinschaftsraum gehören ebenso dazu wie Kleiderschränke oder Leselampen für Gästezimmer. Die Mikrowelle und der Geschirrspüler für die Küche sind dabei. Und wer mit einer kleinen Summe helfen will, kann für ein Zimmer den Papierkorb für 7,30 Euro spendieren.

Zum Jahreswechsel soll im Klara Hospiz Eröffnung gefeiert werden. Im ersten Quartal 2022 werden die ersten Gäste erwartet. Das Hospiz bietet auf 1149 Quadratmetern zehn Einzelzimmer für schwerstkranke Menschen. Sie sollen in ihrer letzten Lebensphase ein Zuhause finden, in dem sie umsorgt werden und die bestmögliche Lebensqualität haben.

Menschen sollen sich wohlfühlen

Jedes Zimmer hat einen barrierefreien Zugang zur Terrasse und ein eigenes Bad. Außerdem gibt es ein großes Pflegebad, in dem Entspannung und Wohlfühlangebote auf dem Programm stehen.

Neben einem Pflegebereich und Büroräumen gibt es wie in jedem Hospiz einen Raum der Stille. Bewohner, Pflegende und Angehörige können sich hierher zurückziehen.

Der Neubau des Klara Hospiz am Lipper Weg nimmt immer mehr Gestalt an. © Meike Holz © Meike Holz

Das Klara Hospiz ist ein lichter und transparenter Bau, der sich nicht von der Öffentlichkeit abschottet. So bieten die Zimmer der Gäste zur Gartenseite die Abgeschiedenheit, die schwerkranke Menschen brauchen. Im Hospiz sollen aber auch kleine Veranstaltungen stattfinden können.

Um weitere Spenden für Klara zu erwirtschaften, bewirbt sich der Förderverein auch bei Förderprojekten. Zurzeit läuft die Initiative „Vorausdenker“ der LBS. Bis zum 4. Oktober, 12 Uhr, werden online Stimmen für das Projekt Klara Hospiz gesammelt. Bis zu 5000 Euro Projektförderung sind möglich. Außerdem vergibt eine Jury weitere Geldpreise.

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