Tag des Denkmals

Keine Besichtigungen im Jahnstadion

Die Stadtverwaltung reagiert deutlich auf die Ankündigung, dass das Jahnstadion am 12. September für Besucher offen steht.
Die Tribünenkonstruktion gilt als einsturzgefährdet. Experten widersprechen dem. © Meike Holz

In der vergangenen Woche hatte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Schauplätze für den Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 12. September, bekannt gegeben. Dabei war auch das Jahnstadion als ein Ort im Kreis Recklinghausen angegeben, der besucht werden kann.

Jetzt stellt die Verwaltung der Stadt Marl klar, dass es keine Besichtigungen im ehemaligen Jahnstadion geben wird. „Das Betreten des Geländes kann aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht erlaubt werden“. Das ehemalige Stadiongelände und insbesondere die baufällige Tribüne seien seit Jahren gesperrt, das Betreten könne aus Gründen der Verkehrssicherheit keinesfalls gestattet werden.

Besichtigungen des Stadions und des Umfelds

Die Stadtverwaltung reagiert damit auf Veröffentlichungen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und des Medienhauses Bauer. Die Stiftung kündigt auf ihrer Homepage zum „Tag des offenen Denkmals“ an, dass der Werkbund NRW am 12. September Besichtigungen des Stadions und des Umfeldes anbieten werde. Der Werkbund, dem auch der engagierte Marler Pfarrer im Ruhestand Hartmut Dreier angehört, setzt sich, wie berichtet, für den Erhalt des Jahnstadions ein. Dabei soll möglicherweise auch der Denkmalschutz helfen, wie bei einem Ortstermin betont wurde.

„Das Betreten des Stadiongeländes und insbesondere der Tribüne kann aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht gestattet werden“, heißt es jetzt mit Blick auf den 12. September unmissverständlich aus der städtischen Verwaltung. Dies habe man dem Werkbund NRW bereits am 13. August auf Nachfrage schriftlich mitgeteilt.

Vom Hausrecht Gebrauch machen

Die Stadtverwaltung hat den Werkbund NRW nach der Veröffentlichung im Internet außerdem schriftlich aufgefordert, Besichtigungen des Stadiongeländes zu unterlassen, andernfalls werde die Stadt Marl von ihrem Hausrecht Gebrauch machen.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wurde ebenso deutlich von der Stadtverwaltung aufgefordert, die Angaben zu den Besichtigungen des Jahnstadions auf ihrer Homepage und in ihren Publikationen zu berichtigen.

Darüber hinaus weist die Stadt Marl auch darauf hin, dass das ehemalige Jahnstadion – entgegen des in den Veröffentlichungen erweckten Eindrucks – kein Denkmal ist.

Denkmalschutz nicht Voraussetzung

Denkmalschutz ist allerdings auch nicht Voraussetzung, um am Tag des offenen Denkmals teilnehmen zu dürfen. Das beweist zum Beispiel der zweite Denkmalort in Marl. Am Sonntag, 12. September, öffnet der Marler Marco Stepniak seine Wohnwaggons an der Wallstraße bereits zum zweiten Mal für Besucherinnen und Besucher.

Der Abend in Waltrop

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