Tipps für Garten und Balkon

Hilfe in der Hitzewelle – mit kleinen Dingen kann jeder Tieren helfen

Ulrich Kamp aus Oer-Erkenschwick ist oft in der Natur unterwegs. Jetzt besuchte das Mitglied des Nabu Ostvest die Störche in Datteln. Für viele Wildtiere birgt die Hitze Risiken.
Der Storchenfamilie in Datteln-Hagem geht es gut, sie scheinen auch bei der Hitze noch ausreichend Wasser zu finden. Das erfreut Naturexperte Ulrich Kamp, der das Foto gemacht hat. © privat

„Entgegen meinen Befürchtungen finden die Elterntiere um das Storchennest in Datteln-Hagem herum wohl genug Nahrung für den stets hungrigen Nachwuchs, zumal die Eltern auch die Wasserversorgung für den Nachwuchs in diesen ‚heißen Zeiten‘ sicherstellen müssen“, erklärt Ulrich Kamp vom Naturschutzbund (Nabu) Ostvest. Die Storchenfamilie sei jedenfalls wohlauf gewesen.

„Ein Elterntier, das den Innendienst am Nest hatte, klapperte freudig ob des Fitnesszustandes des Nachwuchses. Alle drei Jungstörche haben sich gezeigt. Ein Jungstorch hat sogar schon mal seine Schwingen ausprobiert, denn die Zeit läuft“, erläutert Ulrich Kamp aus Oer-Erkenschwick. Denn zum Sommerende hin geht es auch für die Jungstörche auf den ersten großen Zug im Leben gen Süden. Kamp: „Kurzum – aktuell sieht es trotz fehlender Feuchtgebiete und Teiche im Umfeld nahrungs- und zustandsmäßig gut aus, und das soll natürlich so bleiben.“

Ulrich Kamp hat diesen Storch in seinem Nest fotografiert. © privat © privat

Wildtiere brauchen bei Hitze Hilfe

Denn nicht nur uns Menschen macht die Hitze zu schaffen. Auch die heimischen Wildtiere leiden und haben oft Schwierigkeiten ausreichend Wasser zu finden, weil Bäche und Pfützen schnell austrocknen. Vor allem in städtischen Gebieten sind natürliche Gewässer eher selten vorhanden. Es geht nicht nur darum, dass die Tiere bei Hitze ihren Durst stillen können. Sie brauchen auch die Möglichkeit sich abzukühlen und zu reinigen. „Die Gartenbewohner müssen oft erst weit umherziehen und suchen, bis sie ihren Durst stillen können. Da können wir helfen“, appelliert Ulrich Kamp vom Naturschutzbund Ostvest.

Vogeltränken, ob im Garten oder auf dem Balkon können den Tieren helfen. Allerdings müssen diese täglich gereinigt werden (siehe Info).

Auch Insekten, wie hier eine Biene, freuen sich über Wasserquellen bei großer Hitze. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Erfrischung für Hummeln

Zwar gibt es spezielle Vogelbäder im Gartenhandel, eine flache Schüssel, ein Blumentopf-Untersetzer oder ein Suppenteller tun es aber auch, heißt es von den Naturschützern. Die Schale sollte idealerweise zur Mitte hin tiefer werden, damit auch etwas größere Tiere bequem darin baden können. Eine Wasserschale für Vögel steht am besten etwas erhöht, damit die Tiere einen guten Rundumblick haben. Grundsätzlich gilt: Die Tränke sollte nicht den ganzen Tag in der prallen Sonnen stehen. Ein Brett kann als Ausstiegshilfe für Jungvögel, aber auch kleine Säugetiere dienen. Denn auch Igel, Eichhörnchen oder Mäuse freuen sich über ein Plätzchen, um ihren Durst zu stillen. Und wer nun noch mit einem kleinen Stein in der Mitte der Tränke für einen Sitzplatz sorgt, der sorgt auch noch bei Wespen, Schwebfliegen und Hummel für Erfrischung.

Regelmäßig reinigen
  • Wer für Tiere Wasser-Tränken aufstellt, muss diese regelmäßig, am besten täglich, reinigen und das Wasser wechseln. Die Schale muss immer sauber gehalten werden, damit keine Krankheitserreger entstehen.
  • Vor allem bei Vögeln besteht eine große Gefahr sich über verunreinigte Wasserstellen mit Trichosomaden zu infizieren. Diese einzelligen Erreger können bis zu 24 Stunden im Wasser überleben.
  • Heißes Wasser und eine grobe Bürste reichen zur Säuberung aus, chemische Reinigungsmittel sollten nicht eingesetzt werden. Es können auch zwei Schalen abwechselnd verwendet werden. Die leere Schale kann jeweils in der Sonne trocknen, auch das tötet Parasiten ab. Die mechanische Reinigung ersetzt die Sonne aber nicht.

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