Therapeutin im Gespräch

Bei Ängsten und Phobien die Konfrontation suchen

In der Praxis von Kerstin Scotland gehören Ängste zum Berufsalltag. Die Psychotherapeutin rät, sich ihnen zu stellen. Das könne auch in einer Verhaltenstherapie erfolgen.
Psychologin Kerstin Scotland erklärt, was es mit Phobien auf sich hat. © (Archiv) Silvia Seimetz

Mit Ängsten oder gar Phobien ist nicht zu spaßen. Spätestens, wenn eine Angst die betroffene Person in ihrem Alltag einschränkt, sollte eine therapeutische Hilfe zurate gezogen werden.

In der Praxis von Kerstin Scotland an der Springstraße gehören Ängste und Phobien zum Berufsalltag. Die psychologische Psychotherapeutin bietet bei Bedarf Verhaltenstherapien an. „Der Mensch kann vor allen möglichen Dingen Phobien entwickeln. Es gibt zum Beispiel die Angst vor Hunden, vor Insekten oder Spinnen. Die Angst vor Arztbesuchen, vor Spritzen, vor Menschenmengen oder vor leeren Plätzen. Genauso die Höhen- oder Flugangst.“ Meistens gebe es ein auslösendes Ereignis, das zu einer Phobie führt, zum Beispiel einen Film oder eine Situation, in der man sich erschrocken hat. Viele Patienten reagieren dann, indem sie die Situation künftig vermeiden. Das ist leider oft der falsche Weg. Auch Ablenken sei nicht sinnvoll. „Sinnvoller wäre es, sich der Angst zu stellen“, erklärt Kerstin Scotland.

Je nach Absprache und Patient könne das in der Verhaltenstherapie stufenweise oder als direkte Konfrontation erfolgen. Bei einer Hundephobie etwa könne man damit beginnen, sich Fotos von Hunden anzuschauen. Später steige man über zu Filmen, dann schaut man sich die Hunde aus der Ferne an, bis man sich traut, gelassen auf sie zuzugehen und sie zu streicheln. „Wenn etwa Kinder Angst vor Hunden haben, sollte man sie ruhig anleiten und einen Kontakt zu dem Tier in sicherer Umgebung herstellen.“ In der Regel könne man eine Phobie mit einer Verhaltenstherapie vollständig bekämpfen.

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