Neue Gebühren

Die Müllabfuhr in Recklinghausen wird teurer

Steigende Personalkosten, aber auch teure klimafreundliche Technologien führen dazu, dass die Stadt die Gebühren für die Müllabfuhr anheben will. Die erste Hürde haben die Pläne genommen.
In Recklinghausen steigen die Müllgebühren. © Jörg Gutzeit (Archiv)

Die Recklinghäuser müssen ab Januar für die Müllabfuhr wohl tiefer in die Tasche greifen. Der Betriebsausschuss der Kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen (KSR) hat eine Gebührenerhöhung beschlossen. Ab Januar erhöht sich die Jahresgebühr für die 60-Liter-Tonne um knapp zwei Euro auf dann 112,60 Euro. Der Rat muss die Steigerung am 29. November noch final bestätigen.

Die aktuelle Gebührenerhöhung fällt vergleichsweise moderat aus. Die Steigerung von 2020 auf 2021 war mit 3,75 Euro deutlich höher.

Einmal mehr rechtfertigen die KSR die steigenden Gebühren mit höheren Personalkosten. So rechnet das Unternehmen für 2022 mit Mehrausgaben in Höhe von 264.000 Euro. Gehaltszuwächse bei den Mitarbeitern durch das Erreichen neuer Entgeltgruppen sowie neue Tarifabschlüsse sorgen dafür, dass die Kosten steigen. Auch die Anschaffung zweier wasserstoffbetriebener Müllfahrzeuge führen die KSR ins Feld. Einen Großteil dieser Kosten übernimmt allerdings der Bund durch ein Förderprogramm.

Neu eingeführt hat der städtische Entsorger eine weitere Staffelung beim Vollservice. Diese Gebühr wird fällig, wenn die KSR-Mitarbeiter die Tonne über eine längere Strecke vom Grundstück zum Müllfahrzeug und zurück befördern müssen. Neu eingerichtet wurde eine Jahresgebühr für Wege von 50 bis 100 Metern für 60- und 120-Liter-Tonnen in Höhe von 92 Euro. Bis 15 Meter berechnet die Stadt 36,80 Euro, bei 15 bis 50 Metern 64,40 Euro.

Der Abend in Waltrop

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.