Ein Mann steht vor einer eingerüsteten Fassade.
Für gewöhnlich geht die Balzzeit von Turmfalken von März bis April, weiß Stefan Wanske. Zumindest Eier müssten also schon längst im Nest an der Breiten Straße liegen. © Tobias Mühlenschulte
Greifvögel in der Innenstadt

Experte hat Vermutung, warum Turmfalken aus Altstadt verschwunden sind

Das Turmfalken-Paar, das sich für einige Wochen an der Breiten Straße in Recklinghausen aufgehalten hatte, ist fort. Stefan Wanske vom Nabu hat eine Idee, warum das Duo davongeflattert ist.

Die Turmfalken haben den Adler gemacht. Das Greifvogel-Paar, das sich vor einigen Wochen scheinbar in dem Rundgiebel des Sinn-Gebäudes an der Breiten Straße eingenistet hatte, ist fort. Schon damals hatte einiges nicht zusammengepasst: Die Falken waren laut Stefan Wanske von der Ortsgruppe Recklinghausen im Nabu (Naturschutzbund Deutschland) viel zu spät dran, hätten schon geschlüpften Nachwuchs oder zumindest ein Gelege haben müssen. Fraglich war auch bis zuletzt, ob es überhaupt ein Nest in dem Rundfenster hoch über der Breiten Straße, das mindestens eines der Tiere regelmäßig angesteuert hatte, gegeben hat. Alle diese Fragen stellen sich nun nicht mehr – die Turmfalken haben die Flatter gemacht.

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Zuhören, beobachten, nachfragen und die Erkenntnisse anschaulich und kurzweilig bei Leserinnen und Lesern abliefern: Das macht guten Journalismus für mich aus. Und das Große im Kleinen zu finden. Aufgewachsen am „Westfälischen Meer“ (Möhnesee), habe ich erste journalistische Erfahrungen in der Soester Börde gesammelt. 2003 dann Umzug ins Ruhrgebiet. Seit 2015 Redakteur beim Medienhaus Bauer, seit März 2021 bei der Recklinghäuser Zeitung. Großes Faible für Filme, Serien, Musik und Belletristik, aber auch fürs Unterwegssein.
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