Unfall

Polizisten verunglücken bei Blaulichtfahrt – Abiturienten retten Beamte aus brennendem Auto

Zwei Polizisten sind bei einer Blaulichtfahrt in Bochum verunglückt und schwer verletzt worden. Das Auto war dabei in Flammen aufgegangen. Abiturienten konnten die Beamten aus dem Wagen befreien.
Ein verbrannter und völlig zerstörter Streifenwagen der Polizei liegt vor einem Baum. Zwei Beamte sind am Freitag mit dem Auto bei einer Einsatzfahrt mit Blaulicht von der Straße abgekommen und vor einen Baum geprallt. Passanten retteten die Beamten aus dem Wagen, der Feuer fing. © picture alliance/dpa/Polizei Bochum

Vier Abiturienten und ein Autofahrer haben mitten in der Nacht zwei Polizisten in Bochum nach einem schweren Unfall aus dem bereits brennenden Streifenwagen gerettet. „Riesenglück, dass die vier jungen Leute nach ihrer Abi-Feier da vorbeikamen und ein Autofahrer angehalten hat“, sagte ein Bochumer Polizeisprecher.

Die verunglückten Beamten seien schwer verletzt worden und hätten unter anderem Knochenbrüche erlitten. „Ich weiß nicht, ob sie ohne Hilfe rechtzeitig aus dem Auto rausgekommen wären – wir sind den Helfern sehr dankbar.“

Auf dem Weg zu einem Tankstelleneinbruch

Der 30 Jahre alte Polizist am Steuer und seine 24 Jahre alte Kollegin waren bei der Einsatzfahrt mit Blaulicht und Martinshorn auf dem Weg zu einem Tankstelleneinbruch. Aus zunächst unbekannten Gründen sei der Streifenwagen von der Fahrbahn abgekommen, gegen einen Baum geprallt und habe Feuer gefangen. Der 30-Jährige habe auch Brandverletzungen, sagte der Sprecher. Die Beamten kamen ins Krankenhaus, Lebensgefahr bestehe aktuell nicht, hieß es im Polizeibericht.

Der Streifenwagen wurde bei dem Unfall in Bochum-Wattenscheid völlig zerstört. Die Feuerwehr habe sich dem brennenden Auto zunächst nur sehr vorsichtig nähern können, da im Streifenwagen Munition explodierte, hieß es in einer Mitteilung. Den mutmaßlichen Tankstelleneinbrecher habe eine andere Streife festgenommen, sagte der Sprecher.

dpa

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