Nach halsbrecherischer Fahrt: Raser will Strafe nicht bezahlen Amtsrichterin dreht Spieß um

Blick auf das Düsseldorfer Amts- und Landgericht
Am Düsseldorfer Amtsgericht wurde das Urteil gegen den Raser gefällt. © picture alliance/dpa
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Der Widerspruch eines Rasers ist ihm teuer zu stehen gekommen. Er legte gegen einen Strafbefehl in Höhe von 6300 Euro Widerspruch ein und darf nun statt der vorherigen Summe 8400 Euro berappen. Eine Düsseldorfer Amtsrichterin hob die Geldstrafe für den 41-Jährigen wegen illegalen Autorennens und Verkehrsgefährdung am Montag (21.11.) kurzerhand an. Auch seinen Führerschein ist er losgeworden. Das Gericht ordnete eine Sperre von 12 Monaten an.

Zivilbeamte hatten die halsbrecherische Fahrt aufgezeichnet

Vor einem Jahr war der Wuppertaler mit 190 Stundenkilometern auf der A46 erwischt worden – 70km/h zuviel. Er behauptet aber, er sei die ganze Zeit nur 130km/h. Dumm nur, dass es von der halsbrecherischen Fahrt ein Video gibt. Zivilbeamte sind dem Fahrer damals gefolgt und hatten alles aufgezeichnet.

Als die Polizisten den Wagen dann in einem Tunnel rauswinken wollten, war der Fahrer ihnen zunächst auch brav gefolgt. Dann hatte er aber Gas gegeben und war im letzten Moment nach links auf die Autobahn zurückgezogen. Dabei hatte er ein Auto rechts auf dem Seitenstreifen mit geringem Abstand überholt und so fast einen Unfall verursacht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
dpa/blu