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Unfall auf A1 bei Hagen: LKW-Fahrer schwer verletzt – Polizei ermittelt gegen „Gaffer“

Bei einem schweren Unfall auf der A1 bei Hagen hat sich ein Lkw-Fahrer schwer verletzt und schwebt in Lebensgefahr. Am Unfallort fanden sich zahlreiche „Gaffer“ ein.
Die Feuerwehr steht am Wrack des Lkw.
Auf der A1 in Hagen ist es zu einem schweren Unfall gekommen. Die Feuerwehr musste einen Verletzten mit schwerem Gerät befreien. © Alex Talash

Bei einem schweren Verkehrsunfall am Dienstag (17.5.) mit drei beteiligten Lkw auf der A1 bei Hagen (Höhe Rastplatz Funkenhausen) ist einer der Lkw-Fahrer lebensgefährlich verletzt worden. Polizeibeamte nahmen auch zahlreiche dreiste „Gaffer“ ins Visier – mindestens 34 Ordnungswidrigkeitenverfahren sind laut Polizeibericht eingeleitet worden.

Der Unfall ereignete sich am Dienstagnachmittag. Ein 62-jähriger Hagener war in einem Sattelzug auf der A1 in Fahrtrichtung Bremen unterwegs, wie die Polizei berichtet. Bei Hagen erkannte er demnach offenbar zu spät, dass ein Silozugfahrer aus Steinfurt vor ihm verkehrsbedingt abbremste. Der 62-Jährige konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte in den Silozug.

Der Silozug widerum schob sich durch den Aufprall in einen Sattelzug, der vor ihm unterwegs war. Der Hagener wurde durch den Verkehrsunfall in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste mit schwerem Gerät von Rettungskräften befreit werden. Anschließend musste der Verletzte noch an der Unfallstelle reanimiert werden. Nach ersten Erkenntnissen schwebt er in Lebensgefahr – Rettungskräfte brachten ihn ins Krankenhaus. Auch ein Rettungshubschrauber war am Unfallort gelandet.

34 mutmaßliche „Gaffer“ am Unfallort

Alle anderen Unfallbeteiligten blieben unverletzt. Es entstand ein Sachschaden von insgesamt rund 100.000 Euro, so Schätzungen der Polizei. Die Bergung der drei Beteiligten Fahrzeuge sowie die Reinigung der Unfallstelle dauerte bis in die späten Abendstunden. Alle Fahrstreifen der A 1 in Richtung Bremen sind (ab Rastplatz Funkenhausen) seit Mittwoch (18.5.) 9 Uhr wieder vollständig frei und befahrbar.

Trotz eingesetzter Sichtschutzwände, beklagt die Polizei zahlreiche „Gaffer“, die es an den Unfallort zog. Die Polizei appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmer, sich auch an Unfallstellen auf das eigene Fahrzeug und die eigene Fahrspur zu konzentrieren, um nicht zur Gefahr für andere zu werden und um weitere Staulagen zu vermeiden.

Verkehrsteilnehmer, die auch noch völlig unangemessen mit Geräten den Unfallort und mögliche Verletzte filmen, werden durch die Polizei konsequent ermittelt. Ihnen droht ein Bußgeld oder ein Strafverfahren ( § 201 a StGB). Bei dem Verkehrsunfall am Dienstag ermittelten die Beamten 34 mutmaßliche „Gaffer“.

rej

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