Volleyball

TuS Herten kommt in eigener Halle mit blauem Auge davon

Ein guter Anfang und ein gutes Ende, dazwischen ganz viel Holterdipolter: Der Start in die Rückrunde verlief für die Regionalliga-Volleyballerinnen des TuS Herten alles andere als glatt.
Joelle Pospiech ist energisch bei der Blockarbarbeit. © Olaf Krimpmann

Wie bereits im Hinspiel erwies sich der SC Union Lüdinghausen als unbequemer Gegner. Wie im Hinspiel setzte sich der TuS mit 3:2 durch. „Wir haben unter dem Strich gewonnen. Das ist das wichtigste“, so Trainer Marvin Hansmann.

Ein bisschen mehr hätte es allerdings schon sein können. Gegen die junge und nur mit einer Auswechselspielerin angetretenen Lüdinghäuserinnen hatte alles so gut begonnen: Bis zum 17:10 im ersten Satz war der TuS voll auf Kurs, begeisterte in der Knappenhalle mit starken Angaben und ebenso sehenswerten Angriffszügen.

Satzgewinn brachte keine Sicherheit

Dann der Bruch im Spiel – und der sollte Wirkung zeigen. Mit einigem Dusel brachte der TuS Satz eins nach Hause: Lüdinghausen hatte beim 22:24 und 24:25 drei Satzbälle, konnte sie aber nicht nutzen. Joelle Pospiech mit Schmackes zum 25:25, Nele Hoja mit Gefühl zum 26:25 und ein Fehler bei der Annahme des SC Union – schon war der Satz gewonnen. Sicherheit gab das keinen.

Die Partie dreht sich komplett, Lüdinghausen entwickelte ein ungeahntes Selbstbewusstsein, während der TuS wie das Kaninchen vor der Schlange erstarrte: „Viel zu passiv“ seien eine Mädels gewesen, kritisierte Marvin Hansmann. Es nutzte nichts: Nach einem 17:25 und einem 24:26 lag Herten plötzlich in den Sätzen 1:2 hinten.

Und taumelte gar einer Niederlage entgegen, denn Schlusslicht Lüdinghausen führte im vierten Durchgang bereits 5:10, ehe die Begegnung dann doch wieder kippte. Hansmann spürte, wie sein Team endlich die Zeichen der Zeit erkannte: „Es gab zwei, drei Situationen, in denen haben wir wieder angefangen unseren Job zu machen.“ Folge: Auf einmal klappte die Feldverteidigung, auf einmal kamen die Angaben, auf einmal „haben wir uns ins Spiel zurück gekämpft“.

„Jede kleine Nachlässigkeit in der Liga wird bestraft“

Nachdem der TuS über ein 13:13 zum 25:23 und damit zum Satzausgleich gekommen war, war der Widerstand der Gäste gebrochen. Der Tiebreak war eine klare Sache (15:9), vertuschte jedoch nicht die Tatsache, dass Herten gegen das sieglose Schlusslicht abermals nur zwei statt der drei möglichen Punkte geholt hatte. Ob das den Trainer wurmte, ließ der offen. Einmal mehr blieb Marvin Hansmann nur die Erkenntnis:„Volleyball spielen können in der Liga alle Mannschaften. Da wird jede kleine Nachlässigkeit bestraft.“

Weiter geht‘s für den TuS am Samstag, 4. Dezember, mit dem Heimspiel gegen Telekom Post SV Bielefeld (18 Uhr, Knappenhalle).

TuS Herten: Spiekermann, Lafrentz, Herkelmann, Weishaupt, Laubrock, Putzmann, Pospiech, Althausm van Well, Kudak, Hoja, Arifi, Mertens, Gebauer.

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